Abo · Inserate · Wetter: Interlaken 18°recht sonnig

Wirtschaft

  • Region
  • Schweiz
  • Ausland
  • Wirtschaft
  • Börse
  • Sport
  • Kultur
  • Panorama
  • Leben
  • Auto
  • Digital
  • Wissen
  • Forum

Transocean: Finanzchef Rosa steigt aus

Aktualisiert am 05.01.2012 1 Kommentar

Der wegen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko in die Schlagzeilen geratene Ölbohrkonzerns Transocean verliert seinen Finanzchef: Ricardo Rosa hat seinen Rücktritt bekannt gegeben.

Die Gründe für den Rücktritt sind unklar: Die Gebäude von Transocean in Steinhausen im Kanton Zug. (Archivbild)

Die Gründe für den Rücktritt sind unklar: Die Gebäude von Transocean in Steinhausen im Kanton Zug. (Archivbild)
Bild: Keystone

Artikel zum Thema

Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Der Finanzchef des Ölbohrkonzerns Transocean, Ricardo Rosa, tritt von seinen Positionen zurück. Wie der US-Tiefsee-Ölbohrkonzern mit Sitz in Zug am heute Abend mitteilte, tritt der Schritt mit Wirkung zum 9. Januar in Kraft. Gründe für Rosas Rücktritt wurden nicht genannt.

Bis ein Nachfolger gefunden sei, werde Gregory Cauthen die Position des Finanzchefs ad interim bekleiden. Cauthen war bis zu seiner Pensionierung 2009 fast acht Jahre lang Finanzchef der Firma. Rosa war im September 2009 zu dessen Nachfolger aufgestiegen. Erst vor einem halben Jahr - im August 2011 - war Rosa zudem zum Executive Vice President befördert worden.

19 Jahre angestellt

Rosa hat gemäss der Internetseite der Firma 19 Jahre lang für Transocean gearbeitet. Er werde das Unternehmen voraussichtlich zum 30. April verlassen, teilte der Konzern mit.

Transocean ist der grösste Hochsee-Ölbohrkonzern weltweit. Das auf tiefe Bohrungen spezialisierte Unternehmen, das über 18'000 Mitarbeiter beschäftigt, hat seinen Konzernsitz in Zug und ist an der Schweizer Börse kotiert. 2010 setzte der Konzern 9,6 Milliarden Dollar um, der Konzerngewinn betrug 961 Millionen Dollar.

Deepwater-Horizon-Debakel

In die Schlagzeilen geriet Transocean bei der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko. Die Ölplattform Deepwater Horizon, die von Transocean im Auftrag von BP betrieben wurde, war am 20. April 2010 im Golf von Mexiko explodiert, elf Arbeiter kamen dabei ums Leben. Aus der lecken Ölquelle flossen mehr als 780 Millionen Liter Öl ins Meer.

Erst drei Monate später konnte das Bohrloch provisorisch verschlossen werden. Bis zur endgültigen Versiegelung vergingen nochmals mehrere Wochen. Es kam zu einer unvergleichlichen Ölpest am Golf von Mexiko. Im Zusammenhang mit der Katastrophe sind Milliarden- Klagen gegen das Unternehmen hängig.

Milliarden-Klage in Brasilien

Eine weitere Milliarden-Klage steht Transocean im Zusammenhang mit dem Ölunfall vom vergangenen November vor der Küste Brasiliens ins Haus. Bei Probebohrungen von Transocean und dem US-Konzern Chevron im Atlantik rund 370 Kilometer nordöstlich von Rio de Janeiro war vom 7. November an Öl ausgetreten.

Brasilien verlangt nun eine Entschädigung in Milliarden-Höhe; die Anklagebehörde fordert zudem eine Suspendierung der Tätigkeiten beider Firmen in Brasilien.

(wid/sda)

Erstellt: 05.01.2012, 23:42 Uhr

1

Kommentar schreiben

Verbleibende Anzahl Zeichen:

No connection to facebook possible. Please try again. There was a problem while transmitting your comment. Please try again.

1 Kommentar

Hans Inauen

06.01.2012, 17:32 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Sehr tiefgründig wie die Bohrungen. Zuerst ging der BP-Chef weil er sich gewünscht hätte dass er das alte Leben wieder zurück haben könnte, nun geht der Finanzchef von Transocean. Ich weiss nicht ob es heute noch so ist dass der Schiffskapitän das sinkende Schiff zuletzt verlässt, in der Wirtschaftswelt ist es definitiv nicht so. Antworten



Wirtschaft

Populär auf Facebook – Privatsphäre


Remund führend in Werbetechnik

Kein Wunsch zu aufwendig, kein Format zu gross - Remund Werbetechnik löst jede Aufgabe mit modernster Technik.

FÜR IHRE FREIZEIT

Für Ausgehtipps in der Region, nutzen Sie einfach unsere Agenda.

Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!