Addex-Aktien im freien Fall
Die Aktien stürzten ins Bodenlose, nachdem das Hauptmedikament überraschend Schiffbruch erlitten hatte. Bis zum Mittag sackten die Addex-Aktien um 68,8 Prozent auf 12,40 Fr. ab, nachdem der Eröffnungskurs noch bei 10,05 Fr. gelegen hatte. Das war ein Minus von 74,7 Prozent im Vergleich zum Schlusskurs vom Montag (39,75 Franken).
Am Dienstag hatte Addex die Aktien vom Börsenhandel suspendieren lassen, um den Abbruch einer Studie des Medikamentenkandidaten ADX10059 gegen Migräne in der Testphase IIb bekannt geben zu können. Während der Tests seien Leberschäden in einem nicht erwarteten Ausmass aufgetreten, hiess es.
Genügend Bares
Die Beendigung der Migränestudie sei «gar kein gutes Zeichen», urteilten Analysten gemäss der Nachrichtenagentur AWP. Das Hauptprodukt habe die Hälfte zur Bewertung der Addex-Aktie beigetragen. Allerdings ist das Überleben des Unternehmens nicht unmittelbar bedroht. Gemäss Berechnungen von Analysten verfügt Addex über genügend Cash um die Geschäftstätigkeiten bis Ende 2011 zu finanzieren.
Im ersten Halbjahr 2009 hatte Addex einen Reinverlust von 19,6 Millionen Fr. eingefahren. Die flüssigen Mittel hatten sich im Vergleich zu Ende 2008 um 25 Millionen auf 94,5 Millionen Fr. verringert. (sam/sda)
Erstellt: 16.12.2009, 12:38 Uhr
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