Wirtschaft
Der Vorbörsenbericht
Stand: Freitag, 3. September 2010 08:04 Uhr
Kennzahlen
| SMI | 6333.65 | +0.0% |
| Euro Stoxx 50 | 2715.19 | 0% |
| Dow Jones | 10320.10 | +0.5% |
| Nasdaq Comp. | 2200.01 | +1.1% |
| Nikkei 225 | 9114.13 | +0.6% |
| Hang-Seng | 20882.14 | +0.1% |
| Singapur STI | 2981.79 | -0.2% |
| USD/CHF | 1.0132 | +0.1% |
| EUR/CHF | 1.2991 | +0.1% |
| 10J Eidg. | 1.26 | 0Bp |
| Erdoel (Brent) | 76.56 | +0.9% |
| Gold | 1251.50 | +0.1% |
Quelle: Thomson Reuters
Wichtige Ereignisse
| 10:30 | U-Blox | Medienkonferenz zu H1 |
| 09:15 | CH | Verbraucherpreise |
| 09:15 | CH | Beherbergungsstatistik |
| 09:50 | FR | Dienstleistungsindex |
| 09:55 | DE | Dienstleistungsindex |
| 10:00 | EZ | Dienstleistungsindex |
| 10:30 | UK | Dienstleistungsindex |
| 11:00 | EU | Einzelhandel |
| 14:30 | US | Arbeitsmarktbericht |
| 16:00 | US | ISM Dienstleistungsindex |
| 16:00 | US | Lockhart vom Atlanta Fed spricht |
Overnight
USA: Die Zahlen für die anstehenden Hauskäufe lagen über den Prognosen. Investoren schöpften daraus Hoffnung, eine allzu starke Abkühlung der Konjunktur könne vermieden werden. Fest waren insbesondere die Titel aus dem Halbleiter-Segment. Der Branchen-Index stieg 2,1%. Burger King (+25,1%) stimmte der Übernahme durch 3G Capital für 3,3 Mrd. $ zu. Hewlett-Packard (+1,2%) hob das Übernahmeangebot für 3Par (+2,5%) auf 33 $ je Aktie an. Dell (+2%) gab daraufhin das Bietergefecht auf. Die Umsätze waren mit 6,6 Mrd. gehandelten Titeln bescheiden. Auf sieben steigende Aktien entfielen an der New Yorker Börse drei fallende Titel. Am nächsten Montag bleiben die US-Börsen wegen eines Feiertages (Labor Day) geschlossen. Der Dow Jones Future ist bei 10‘295 (-14 Punkte).
Asien: Die Börsen in Fernost nahmen die guten Vorgaben aus Wallstreet auf und tendierten fester. In Japan kletterten Sony 1,7% , Toyota Motor 1,4% und Canon 1,3%. Die exportlastigen Titel profitierten von der Stabilisierung des Yens. Höhere Preise für Öl und Metalle gaben rohstoffbezogenen Werten wie Mitsubishi (+0,9%) und Inpex (+1,1%) Auftrieb.
Devisen: Der Dollar notierte in Asien gegenüber dem Euro bei 1.2822 $/€ und damit marginal höher. Auch gegenüber dem Yen verzeichnete der Dollar leichte Kursgewinne. Die Aktivitäten waren jedoch vor dem heutigen Arbeitsmarktbericht in den USA bescheiden. Rohöl für Lieferung Oktober stieg 1.11 $ auf 75.02 $/Fass. Gold für Lieferung Dezember schloss 5.30 $ höher bei 1‘253.40 $/Unze.
News Vorbörse Schweiz
Roche: Der Pharmakonzern legt ein Sparprogramm auf. Ziel sind Kostensenkungen und Produktivitätsverbesserungen. Konkrete Massnahmen sollen bis Ende Jahr bekannt gegeben werden. Umgesetzt würden diese 2011 und 2012. Die Aussichten für das laufende Jahr bestätigt Roche. Weiterhin wird ein zweistelliges Wachstum des Kerngewinns pro Titel angestrebt.
Santhera: Das Pharmaforschungsunternehmen hat im ersten Semester 2010 einen Verlust von 14 (Vorjahr: 23) Mio. Fr. erlitten. Es wurde Cash von 14 (22) Mio. Fr. verbraucht. Mitte Jahr verlieben liquide Mittel von 40 Mio. Fr. Infolge Lizenzeinnahmen von 13 Mio. € erwartet die Gesellschaft, das zweite Halbjahr mit einem Gewinn abzuschliessen. Die Finanzierung ist bis 2013 gesichert.
U-blox: Der Halbleiterhersteller hat im ersten Halbjahr 2010 den Umsatz um 44% auf 49 Mio. Fr. gesteigert. Der Betriebsgewinn (Ebit) erhöhte sich auf 8 (2) Mio. Fr. bzw. 15,4% des Umsatzes. Der Reingewinn stieg auf 6 (2) Mio. Fr. Für das Gesamtjahr stellt das Unternehmen eine Verdoppelung des Umsatzes auf 110 Mio. Fr. und eine Betriebsgewinn-Marge von rund 15% in Aussicht.
Von Roll: Der Elektrozulieferer ernennt Stephan Kellmann zum Finanzchef. Der 46-Jährige war zuvor für Mövenpick tätig.
Xstrata: Der in Zug domizilierte Bergbaukonzern hat einen mit 4,2 Mrd. $ bezifferten Investitionsvertrag mit dem peruanischen Staat abgeschlossen. Xstrata sichert sich damit das Recht, in der Gebirgsregion Apurimac im Süden Perus die Kupfermine Las Bambas zu betreiben. Die Produktion soll 2014 in Betrieb gehen. Peru ist bereits heute nach Chile der weltweit zweitgrösste Kupferexporteur. Staatspräsident Alan Garcia nannte das Abkommen mit Xstrata den „Vertrag des Jahrhunderts“.
Ratings und Kursziele
| Swisscom: | Deutsche Bank erhöht das Kursziel von 407 auf 409 Fr. | |
Charttechnik SMI
Die Dynamik im SMI hat gestern enorm nachgelassen. Nach dem grossen Sprung nach oben am Mittwoch legte der Markt nur noch minim zu. Gleichzeitig bildeten die Indikatoren erste Anzeichen von Divergenzen aus. Das ist keine ideale Konstellation für eine kurzfristige Fortsetzung des Rallys.
Erschwerend kommt hinzu, dass der SMI vor dem prägnanten Widerstandsband bei 6400 liegt. Da auch die Mittelfrist-Technik dem Index keine Stützung gibt, wird der SMI diesen Widerstand in den nächsten Tagen kaum überwinden. Wahrscheinlicher ist, dass der Markt zwischen dem Support um 6320 und 6400 seitwärts pendelt.
Am Samstag werden in der FuW in der Kolumne "Technische Analyse in der Praxis" die Titel UBS und Clariant besprochen.
SMI, 60-Minuten-Chart, 20 Tage

Ausblick - geforderte Bank of Japan
Die Schweizer Resultatesaison neigt sich dem Ende zu. Die stärkste Beachtung kommende Woche dürften die Zwischen-Ergebnisse von Partners Group am Montag und Swiss Prime Site am Donnerstag finden. Genauer hinschauen werden die Investoren auch auf die Umsatzzahlen von Richemont am 8. September.
Auf wirtschaftlicher Ebene interessieren in der Schweiz der Arbeitsmarktbericht für August am Dienstag und die von der Kof veröffentlichten Konsens-Erwartungen. Hier ist die Verschiebung gegenüber der letzten Umfrage spannend. Am 9. Juni waren die Ökonomen zuversichtlich. Sie hoben die Prognosen für das Wachstum des Bruttoinlandproduktes für 2010 und 2011 an. In den USA sind am Montag die Börsen geschlossen (Labor Day). Am Mittwoch veröffentlicht das Fed das Beige Book. Am gleichen Tag werden die Zahlen für die Konsumkredite für Juli publiziert. Tags darauf stehen die Daten für die Handelsbilanz für Juli an.
In Europa werden die Eckpunkte gesetzt von den Industrieaufträgen für Deutschland (für Juli; Dienstag) und den Frühindikatoren der OECD (für Juli; Freitag). Grössere Aufmerksamkeit als bislang zieht die Bank of Japan auf sich. Am Montag fällt sie den Zinsentscheid und am Donnerstag veröffentlicht sie den Monatsbericht für September. Yen-Aufwertung und fallende Aktienkurse haben den Druck auf sie erhöht, eine noch aggressivere Geldpolitik zu betreiben.
Die letzten zwei Ausgaben des FuW-Reports:
Donnerstag, 2. September 2010
Mittwoch, 1. September 2010
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