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Der Vorbörsenbericht

Der tägliche Morgenreport der «Finanz und Wirtschaft» zur Lage an den internationalen Aktienmärkten.

Stand: Dienstag, 22. Juli 2014 07:41 Uhr

Finanz und Wirtschaft

Aktuelle Kennzahlen

SMI8538.030.28%
Euro Stoxx 503157.970.67%
Dax9666.010.56%
Dow Jones Ind.17051.73-0.28%
Nasdaq 1003934.14-0.15%
Nikkei 22515343.280.84%
EUR/CHF1.21500.04%
USD/CHF0.90120.36%
EUR/USD1.3482-0.29%
Gold USD/Unze1308.10-0.38%
Brent Oel107.910.19%

Wichtige Ereignisse
vom 22.07.2014

Schweiz
06:30   Credit Suisse: Ergebnis Q2
07:00   Actelion: Ergebnis H1 (Conf Call 14.00 Uhr)
07:00   Gottex Fund: Q2 2014 trading update
07:00   Micronas: Ergebnis Q2 (Conf Call 11.00 Uhr)
07:00   Mikron: Ergebnis H1
07:00   Panalpina: Ergebnis Q2 (Conf Call 14.00 Uhr)
07:00   Sulzer: Ergebnis H1 (Conf Call 07.45 Uhr)
07:00   Swissquote: Ergebnis H1
08:00   EZV: Aussenhandel Juni/H1 2014
08:15   EZV: Uhrenexporte Juni 2014
09:30   MK EZV: Schweizer Aussenhandel im ersten Halbjahr 2014, Zürich-Flughafen
10:30   Swissquote: MK H1, Zürich
11:00   Credit Suisse: MK Q2, Zürich
Sonstige Termine
Züblin: ao GV (Zuwahl neue Verwaltungsräte)
International
07:00 N Norsk Hydro Q2-Zahlen
10:30 GB ARM Holdings Halbjahreszahlen
10:30 E Geldmarktpapiere
Laufzeit: 3, 9 Monate
11:30 B Anleihen
Laufzeit: 2024, 2026
12:00 USA DuPont Q2-Zahlen
12:30 USA Verizon Communications Q2-Zahlen
13:00 USA Altria Q2-Zahlen
14:30 USA Verbraucherpreise 06/14
14:30 USA Realeinkommen 06/14
16:00 USA Verkauf bestehender Häuser 06/14
22:00 USA Microsoft Q4-Zahlen
22:30 USA Apple Q3-Zahlen
TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE
D: Sartorius Q2-Zahlen
F: Groupe Eurotunnel Q2-Zahlen
I: De Longhi Umsatz 1. Halbjahr
USA: Harley Davidson Q2-Zahlen
USA: Comcast Q2-Zahlen
USA: Travelers Q2-Zahlen
USA: Electronic Arts Q2-Zahlen
USA: McDonald's Q2-Zahlen
USA: Coca-Cola Q2-Zahlen
USA: Lockheed Martin Q2-Zahlen
USA: United Technologies Q2-Zahlen
USA: Juniper Networks Q2-Zahlen

Overnight

Die anhaltenden Konflikte in der Ukraine und im Gazastreifen haben nur wenig auf die US-Börsenkurse gedrückt. Im Handelsverlauf dämmten die wichtigsten Indizes ihre Verluste ein. Durchwachsene Unternehmensnachrichten gaben indes keine klar positiven Impulse. Zum Schluss notierte der Dow Jones Industrial noch 0,28% im Minus bei 17’051,73 Punkten. Der S&P 500 gab um 0,23% auf 1973,63 Punkte nach, und der Technologiewerteindex Nasdaq 100 verlor 0,15% auf 3934,14 Punkte.

Ein Gericht in Florida hat das Tabakunternehmen R.J. Reynolds American zur Zahlung von mehr als 23 Mrd. $ an die Witwe eines Kettenrauchers verurteilt. Die Strafe ist eine der höchsten, die jemals in einem Prozess mit einem einzelnen Kläger gegen ein Tabakunternehmen verhängt worden sind. Allerdings gilt es als praktisch sicher, dass ein Berufungsgericht sie später drastisch reduzieren wird. Die Papiere von Reynolds verloren 1,14%. Im Sog dieser Nachrichten gaben die Valoren der Konkurrenten Philip Morris (–0,52%) und Altria Group (–0,38%) nach.

Für die Titel des Pharmakonzerns Allergan ging es nach einem positiv überraschenden Quartalsgewinn um 2,23% bergauf. Bei Halliburton, Dienstleister für die Erdölindustrie, sorgte eine gute Umsatzentwicklung für ein knappes Plus von 0,1%. Zudem stockt der Konzern sein Aktienrückkaufprogramm auf 6 Mrd. $ auf. Der Spielwarenhersteller Hasbro (–2,69%) war hingegen mit dem Umsatz hinter den Erwartungen zurückgeblieben und meldete zudem einen Gewinnrückgang.

Die asiatischen Börsen notieren im Plus. Der MSCI Asia Pacific (+0,6%) notiert so hoch wie seit Juni 2008 nicht mehr. Der Nikkei 225 in Tokio stieg um 0,98%, der Hang Seng in Hongkong um 1,2%. In Hongkong sind die Titel der Aluminium Corp. of China (Chalco) um 4,9% gestiegen. Der Aluminiumpreis liegt mit 2021 $ je Tonne nahe einem Sechzehnmonatshoch.

News Vorbörse Schweiz

Credit Suisse: Die Grossbank Credit Suisse (CSGN 25.52 -2.18%) weist wegen der Milliardenbusse zur Beilegung des US-Steuerstreits per Ende Juni einen Konzernverlust von 700 Mio. Fr. aus, nach einem Gewinn von 859 Mio. im Vorquartal respektive 788 Mio. im Vorjahr. Im zweiten Jahresviertel flossen dem Private Banking insgesamt neue Kundengelder von netto 10,1 Mrd. Fr. zu. Per Ende Juni verwaltete der Konzern 1330 Mrd. Fr., nach 1293 Mrd. per Ende März 2014. Bezüglich des Ausblicks bleibt die Bank vage. So soll das harte Kernkapital, das wegen der Busse auf 9,5% gefallen ist, Ende Jahr 10% betragen. Nach Erreichen der Kapitalziele soll rund die Hälfte des Gewinns ausgeschüttet werden. Zur Verbesserung der Kapitaleffizienz gab die Bank zudem bekannt, dass sie aus dem Rohstoffhandel aussteigt. (Lesen Sie hier mehr.)

Swatch Group: Der Uhrenkonzern Swatch Group (UHR 503.5 -1.95%) hat im ersten Halbjahr den Bruttoumsatz zu aktuellen Wechselkursen um 4% auf 4,35 Mrd. Fr. gesteigert. Der Betriebsgewinn (Ebit) verminderte sich um 8,8% auf 830 Mio. Fr., was einer operativen Marge von 20,2% entspricht (Vorjahreszeitraum: 22,7%). Unter dem Strich bleibt ein Rückgang des Gewinns um 11,5% auf 680 Mio. Fr. Durch den starken Franken sei der Konzernumsatz um 188 Mio. Fr. oder 4,5% geschmälert worden. Mit den  Zahlen wurden die durchschnittlichen Prognosen der Analysten beim Bruttoumsatz knapp getroffen, aber bei Ebit und Gewinn nicht erfüllt. Für das zweite Halbjahr ist das Unternehmen zuversichtlich. Der Absatz in Japan und den USA entwickle sich sehr gut. (Lesen Sie hier mehr.)

Actelion: Das Biopharmaunternehmen Actelion (ATLN 112.2 2.37%) weist für das erste Halbjahr markante Zuwachsraten in allen Bereichen aus. Der Produktumsatz stieg in der Berichtsperiode um 12% auf 993 Mio Fr. Der US-GAAP-Ebit wird mit 347 Mio. Fr. um 32% höher ausgewiesen. Der Halbjahresabschluss wurde allerdings durch die Auflösung von Rabattrückstellungen in den USA im Umfang von 54 Mio. Fr. mitgeprägt. Die Markterwartungen wurden deutlich übertroffen, wobei aber die Auflösung von Rabattrückstellungen nicht oder nicht in vollem Umfang in die Schätzungen eingeflossen sein dürfte. (Lesen Sie hier mehr.)

Sulzer: Der Industriekonzern Sulzer (SUN 123.8 0.32%) hat im ersten Semester 2014 mit den fortgeführten Geschäften einen Rückgang des Bestellungseingangs um 8,9% auf 1,58 Mrd. Fr. verzeichnet. Akquisitions- und währungsbereinigt lag das Minus bei 3,7%. Der Umsatz reduzierte sich um 3,9% auf 1,49 Mrd. Der Auftragsbestand lag Ende Juni mit 1,77 Mrd. Fr. etwas höher als im Vorjahr. Der operative Gewinn auf Stufe Ebit fiel auf vergleichbarer Basis 10,4% auf 99,2 Mio. Fr., der Reingewinn schrumpfte 12,6% auf 64,4 Mio. Damit hat Sulzer die Prognosen der Analysten nicht ganz erreicht. Der AWP-Konsens für den Auftragseingang lag bei 1610 Mio., für den Umsatz bei 1503 Mio., für den Ebit bei 101 Mio. und für den Reingewinn bei 69 Mio. Fr. Für das Gesamtjahr 2014 erwartet Sulzer weiterhin eine leichte Steigerung von Umsatz und Bestellungseingang auf bereinigter Basis. (Lesen Sie hier mehr.)

Panalpina: Der Logistikdienstleister Panalpina (PWTN 129.1 -4.86%) hat im zweiten Quartal 2014 weniger umgesetzt, aber etwas mehr verdient. Bei einem um 5,4% tieferen Nettoumsatz von 1,63 Mrd. Fr. resultierte unter dem Strich ein Gewinn von 26,2 Mio. Das sind 8,7% mehr als in der Vergleichsperiode 2013. Der Bruttogewinn lag bei 393,6 Mio. Fr. (–1,4%). Panalpina hat damit die Markterwartungen verfehlt. Analysten hatten im Durchschnitt einen Nettoumsatz von 1,73 Mrd. und einen Bruttogewinn von 402,8 Mio. Fr. in Aussicht gestellt. (Lesen Sie hier mehr.)

Mikron: Die Maschinenbaugruppe Mikron (MIKN 9.05 -4.54%) hat den Umsatz im ersten Halbjahr 2014 auf dem Niveau des Vorjahres gehalten. Er sank um 0,2% auf 119,4 Mio. Fr. Der Bestellungseingang wuchs indes um fast 19%. Das Betriebsergebnis auf Stufe Ebit fiel mit 2,4 Mio. Fr. ebenfalls konstant aus. Mikron liegt beim Umsatz leicht, beim Ebit deutlich unter den Erwartungen der Bank Vontobel (VONN 32.3 0.47%). Diese prognostizierte einen Umsatz von 120 Mio. Fr. und einen Ebit von 5,5 Mio. Fr. (Lesen Sie hier mehr.)

Micronas: Der Halbleiterhersteller Micronas (MASN 7.7 -1.91%) konnte im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2014 den Umsatz 6,8% auf 40,9 Mio. Fr. und den Betriebsgewinn auf Stufe Ebit knapp 15% auf 2,4 Mio. Fr. steigern. Unter dem Strich resultierte hingegen ein fast halbierter Reingewinn von 1,9 Mio. Fr. Mit den ausgewiesenen Zahlen hat Micronas die Markterwartungen übertroffen. Von AWP befragte Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Umsatz von 40,2 Mio., einem Ebit von 1,7 Mio. und einem Reingewinn von 0,5 Mio. Fr. gerechnet. (Lesen Sie hier mehr.)

Swissquote: Die Onlinebank Swissquote (SQN 32.1 -3.89%) hat im ersten Halbjahr 2014 mit 11,1 Mio. Fr. 18% weniger verdient als in der Vorjahresperiode. Der Gesamtertrag konnte dank der im vergangenen September übernommenen MIG-Bank allerdings deutlich um 17% auf 70,3 Mio. Fr. gesteigert werden. Dem Unternehmen flossen im ersten Semester 456,4 Mio. Fr. an Neugeld zu, nach 379,5 Mio. im Vorjahressemester bzw. 765 Mio. 2013. Für das Gesamtjahr rechnet Swissquote mit einem Gesamtertrag von 145 Mio. Fr. und einem Neugeldzufluss von 1 Mrd. Fr. (Lesen Sie hier mehr.)

Roche: Die US-Gesundheitsbehörde FDA gewährt dem Medikament Avastin des Basler Pharmariesen Roche (ROG 264.3 0.38%) den Status Priority Review bei Eierstockkrebs.

Therametrics: Das Biotechnologieunternehmen TheraMetrics (TMX 0.08 -11.11%) erwägt einen Zusammenschluss mit der spanischen Intelligent Pharma SL. Man habe dafür eine nicht bindende Vereinbarung getroffen, gab das Unternehmen bekannt. Intelligent Pharma entwickelt und vermarktet Computertechnologien zur Wirkstoffentdeckung. Eine definitive Vereinbarung zwischen den Parteien müsse noch ausgehandelt werden.

AFG: Die AFG Arbonia-Forster (AFGN 24.5 -4.67%) publiziert eine Gewinnwarnung zum ersten Halbjahr. Erwartet wird ein Reinverlust von 2,6 Mio. Fr., nach einem Vorjahresgewinn von 2,9 Mio. Fr. Details zum ersten Halbjahr erläutert die Geschäftsleitung am 7. August. (Lesen Sie hier mehr.)

Cembra Money Bank: Die auf Kleinkredite spezialisierte Cembra Money Bank hat mit Blick auf mögliche finanzielle Konsequenzen aus der Untersuchung der Finma Rückstellungen im Umfang von 3 Mio. Fr. gebildet.

Ausblick Rohstoffe

Gold profitiert wenig von Krisenzuspitzung

Der Schockabsturz der malaysischen Maschine MH17 in der Ukraine am Donnerstag hätte eine Steilvorlage für Gold sein müssen. Das Edelmetall profitiert normalerweise von grosser Unsicherheit und Extremrisiken. Doch der Effekt am Donnerstag war relativ klein: Gold gewann weniger als 2% und verlor am Freitag wieder an Wert. Auch der Beginn der Bodenoffensive Israels im Gaza-Streifen brachte dem Edelmetall kaum Wertzuwachs.

Zu Wochenbeginn kostete Gold mit 1314 $ je Unze gerade 0,3% mehr als am Freitag. Das geopolitische Risiko nach dem wahrscheinlichen Abschuss der Passagiermaschine könnte vom Goldmarkt unterschätzt werden. Falls sich der russische Präsident Wladimir Putin Forderungen aus Westeuropa und den USA weiterhin kompromisslos entgegenstellt, verhärten sich die Fronten weiter. Eine Eskalation der Kampfhandlungen in der Ostukraine würde dann immer wahrscheinlicher.

Die letzten zwei Ausgaben des FuW-Reports:

Montag, 21. Juli 2014
Freitag, 18. Juli 2014

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