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Der Vorbörsenbericht

Der tägliche Morgenreport der «Finanz und Wirtschaft» zur Lage an den internationalen Aktienmärkten.

Stand: Donnerstag, 17. April 2014 07:45 Uhr

Finanz und Wirtschaft

Aktuelle Kennzahlen

SMI8375.080.63%
Euro Stoxx 503155.810.53%
Dax9409.710.99%
Dow Jones Ind.16408.54-0.10%
Nasdaq 1003534.530.04%
Nikkei 22514516.270.68%
EUR/CHF1.21990.01%
USD/CHF0.88310.00%
EUR/USD1.38100.00%
Gold USD/Unze1294.81-0.63%
Brent Oel109.700.09%

Wichtige Ereignisse
vom 17.04.2014

Zürich (awp) - Nachfolgend die wichtigsten Wirtschafts- und Finanztermine vom 17.04.2014:
SCHWEIZ
07:00   Actelion: Ergebnis Q1 (Conf. Call 14.00 Uhr)
07:00   BB Biotech: Ergebnis Q1
Sonstige Termine
Goldbach: Investorentag
Leonteq: GV (09.30 Uhr), Zürich
Schmolz+Bickenbach: GV (10.00 Uhr), Emmenbrücke
INTERNATIONAL
07:00 NL AkzoNobel Q1-Zahlen
07:00 D SAP Q1-Zahlen (Call 14.00 h)
08:00 EU Acea Kfz-Neuzulassungen 03/14
08:00 D Statistisches Bundesamt Erzeugerpreise 03/14
08:00 GB Diageo Q3 Interim Statement
08:00 GB Ferrexpo plc Q1 Interim Statement
09:30 NL Arbeitslosenzahlen 03/14
10:00 EU EZB Leistungsbilanz 02/14
10:00 D Mahle Bilanz-Pk, Stuttgart
10:30 D Beiersdorf Hauptversammlung, Hamburg
10:50 F Anleihen
Laufzeit: 2016 und 2019
Volumen: gesamt 8 Mrd EUR
11:50 F Anleihen
Laufzeit: 2018, 2023, 2024
Volumen: gesmat 1,5 Mrd EUR
12:00 USA Mattel Q1-Zahlen
12:00 USA DuPont Q1-Zahlen
12:30 USA General Electric Q1-Zahlen
12:45 USA Morgan Stanley Q1-Zahlen
13:00 USA PepsiCo Q1-Zahlen
13:30 USA Goldman Sachs Q1-Zahlen
14:30 USA Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
16:00 USA Philly Fed Index 04/14
18:00 F Accor Q1 Umsatz
TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE
F: Sodexo Halbjahreszahlen
F: Remy Cointreau Q4 Umsatz
USA: AMD Q1-Zahlen
USA: Baxter Q1-Zahlen
USA: Honeywell Q1-Zahlen
USA: Philip Morris Q1-Zahlen
USA: Schlumberger Q1-Zahlen
USA: UnitedHealth Q1-Zahlen
USA: Union Pacific Q1-Zahlen
SONSTIGE TERMINE
12:00 F EU-Parlament stimmt über Entschliessung zur Entwicklung der
Ukraine-Krise ab, Strassburg
USA: New York International Auto Show (bis 27.04.2014)

Overnight

In den USA sind die Börsen am Mittwoch gestiegen. Die amerikanische Wirtschaft ist auf Kurs, der Konsum hat sich belebt – das besagt der neuste Konjunkturbericht der Notenbank, das sogenannte Beige Book. Zudem hat das Produktionsvolumen der Industrie zugenommen, und Fed-Chefin Janet Yellen hat in einer Rede einen milden Ton angeschlagen. Der Dow Jones Industrial stieg 1% auf 16’424,85. Der S&P 500 avancierte 1,05%, und der Technologieindex Nasdaq 100 kletterte 1,3%.

Die Aktien von Yahoo stiegen 6,3%. Das Unternehmen hält eine grosse Beteiligung an Chinas grösster Onlineplattform Alibaba, die den fünften Quartalsgewinn in Folge auswies. Die Quartalszahlen von Google fielen schlechter aus als von den Analysten erwartet. Nachdem die Aktien zuerst 4% gestiegen waren, sanken sie nach Börsenschluss um gut 5% (lesen Sie hier mehr dazu). Die Titel von Bank of America fielen 1,6%. Die zweitgrösste US-Bank hatte im ersten Quartal Verluste gemacht, Streitfälle um Hypotheken hatten mit 6 Mrd. $ zu Buche geschlagen.

In Asien war die Stimmung am Donnerstag eher verhalten. Der MSCI Asia Pacific Index stieg 0,1%. In Japan schwankte der Topix um den Vortagesschluss. Canon avancierten 1,7%, Investoren erwarten einen deutlich höheren Quartalsgewinn. In Hongkong stieg der Hang Seng 0,3% und der Hang Seng China Enterprises Index für Unternehmen vom chinesischen Festland 0,4%. Investoren spekulierten, die Regierung in Peking könnte die Konjunktur stimulieren, nachdem sich das Wirtschaftswachstum im ersten Quartal auf 7,3% verlangsamt hat. Allerdings erklärte Premier Li Keqiang, ein «starker» Stimulus werde nicht in Betracht gezogen, und ein Wachstum etwas über oder unter 7,5% sei angemessen.

News Vorbörse Schweiz

Actelion: Das Biopharmaunternehmen steigerte den Quartalsumsatz 8% auf 469 Mio. Fr. Das Kern-Betriebsergebnis betrug 189 Mio. Fr. (+12%), der Kerngewinn 170 Mio. Fr. (+21%). Nach US-GAAP wird ein Gewinn von 128 Mio. Fr. ausgewiesen (+30%). Actelion (ATLN 85.85 0.17%) übertraf die Markterwartungen deutlich. Mit Blick auf das gute Startquartal soll die Prognose für das Wachstum des Kerngewinns gegen Mitte Jahr überdacht werden. Actelion hatte für 2014 eine Zunahme des Kerngewinns im niedrigen einstelligen Prozentbereich vorausgesagt. Nun könnte es mehr werden (lesen Sie hier mehr dazu).

BB Biotech: Die Beteiligungsgesellschaft weist für das erste Quartal einen Gewinn von 65,7 Mio. Fr. aus. Im Vorjahresquartal waren es 358,6 Mio. gewesen. Der innere Wert (NAV) der BB-Biotech-Aktie erhöhte sich 2,8% in Franken gegenüber Ende 2013. Die Kursperformance betrug 15%. Zu den bedeutendsten Beteiligungen zählen Celgene (11,9%), Actelion (11,8%), Isis Pharmaceuticals (10,7%), Gilead (GILD 70 1.04%) (9,7%) und Incyte (8,7%) (lesen Sie hier mehr dazu).

Also: Das IT-Logistikunternehmen hat ein zweites Schuldscheindarlehen von 75 Mio. € platziert. Damit hat es die Investorenbasis verbreitert. Zudem sei die Fristigkeit der Finanzierung zu günstigen Konditionen optimiert worden. Im Juli 2013 hatte Also ein erstes Schuldscheindarlehen von 51 Mio. € ausgegeben.

Walter Meier: Die auf Klima- und Fertigungstechnik ausgerichtete Gesellschaft hat einen Aktienrückkauf via Put-Optionen abgeschlossen. Es wurden 25% der Aktien für eine Gesamtsumme von 140 Mio. Fr. angedient. Walter Meier (WMN 46.3 0.65%) wird die Titel vernichten. Dadurch reduziert sich der Anteil der Hauptaktionärin Greentec (Privatholding von VR-Präsident Silvan Meier) von 66 auf 55%. Der Streubesitz erhöht sich von 24 auf 33%.

AZ Medien: Das Aargauer Verlagshaus hat im vergangenen Jahr einen 4% geringeren Umsatz von 242 Mio. Fr. erwirtschaftet. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Amortisationen (Ebitda) sank 13% auf 28,6 Mio. Fr. Der Gewinn der AZ Medien schrumpfte 10% auf 1,8 Mio. Fr. Die Eigenkapitalquote stieg von 47 auf 49%.

In eigener Sache: Der nächste FuW-Morgen-Report erscheint am Dienstag, 22. April.

Ausblick Unternehmen/Zinsen und Devisen

Unternehmen: Am Dienstag nach Ostern publiziert Schindler die Zahlen zu den ersten drei Monaten. Auf der Basis des rekordhohen Auftragsbestands (+14% in Lokalwährung) per Ende 2013 ist mit einem guten organischen Umsatzwachstum von gegen 10% zu rechnen. Die Währungsumrechnung dürfte die Steigerung ungefähr halbieren. Betriebsergebnis und Gewinn werden gemäss Prognose von Helvea unter dem Stand des Startquartals 2013 ausfallen. Das erste Quartal ist in der Regel das schwächste für den Aufzugs- und Fahrtreppenhersteller im Jahresverlauf.

Am Mittwoch veröffentlicht der Gehäuse- und Komponentenhersteller Phoenix Mecano die definitiven Jahreszahlen und die Ziffern des ersten Quartals. Die Finanzanalysten erwarten einen Umsatzanstieg von 2 bis 4% in den ersten drei Monaten sowie eine überproportionale Steigerung des operativen Gewinns von 8 bis 10%. Zum Teil ist die Zunahme dem Wegfall von Sonderaufwendungen im Solargeschäft zu verdanken.

Logitech präsentiert am Donnerstag die Jahreszahlen. Der Computerzubehör-Hersteller dürfte im Schlussquartal (per 31. März) den Turnaround bestätigen. Am Investorentag Anfang März hatte das Management einen unveränderten Jahresumsatz von 2,1 Mrd. $ und einen Betriebsgewinn von 120 bis 125 Mio. $ vorausgesagt. Im Vorjahr hatte Logitech (LOGN 12.7 3.67%) einen operativen Verlust von 252 Mio. Fr. ausgewiesen.

 

Zinsen und Devisen: Der Credit-Suisse-ZEW-Finanzmarktindikator ist im April von 19 auf 7 Punkte gesunken. Zugleich ist die Einschätzung der aktuellen Konjunktur um 16,2 Punkte auf 59,1 gestiegen. Die Erwartungen sind also auf hohem Niveau zurückgegangen, fasst die CS in einer Mitteilung zusammen. Das könne als Votum für eine stabile Konjunkturentwicklung interpretiert werden.

21,5% (Vormonat: 12%) der befragten Analysten erwarten für die kommenden sechs Monate sinkende kurzfristige Zinsen in der Eurozone, während für die kurzfristigen Zinsen in der Schweiz fast alle Befragten (knapp 98%) weiterhin nicht mit einer Änderung rechnen. Bei den langfristigen Zinsen erwarten die Analysten bei einem Saldo von 44,1 Punkten (–3,4) für die Schweiz weiterhin einen Anstieg. Für Deutschland sinken die Erwartungen für die langfristigen Zinsen um 7,2 Punkte, wodurch ein Saldo von 40,5 resultiert.

75% der befragten Finanzanalysten erwarten auch keine Änderung der Inflationsrate in der Schweiz in den kommenden sechs Monaten; die übrigen 25% rechnen mit steigenden Preisen. Ähnlich verhält sich die Einschätzung in der Eurozone und den USA: Mit 65,1 und 69% erwarten deutliche Mehrheiten keine Veränderung der Teuerung in den nächsten sechs Monaten. Gleichzeitig beflügeln positive Wachstumsaussichten der Eurozone die Erwartungen für die Schweizer Exportdynamik. Diese Einschätzung könnte mit der erklärten Bereitschaft der Europäischen Zentralbank zusammenhängen, die Geldpolitik wenn nötig erneut zu lockern, kommentiert die CS.

Für 2014 und 2015 gehen die Finanzexperten im Schnitt jeweils von 1,9% Wirtschaftswachstum in der Schweiz aus. Zuletzt, im Januar, lag die Prognose für 2014 noch bei durchschnittlich 2%. CS selbst erwartet Wachstumsraten von 2% im laufenden und von 1,8% im nächsten Jahr. Während die befragten Analysten durchschnittlich Teuerungsraten von 0,2% (2014) und 0,7% (2015) prognostizieren, rechnet CS mit –0,1% für 2014 und +0,5% für 2015.

Die letzten zwei Ausgaben des FuW-Reports:

Mittwoch, 16. April 2014
Dienstag, 15. April 2014

Disclaimer

Diese Publikation dient ausschliesslich der Information.
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Redaktion: report@fuw.ch

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