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Der Vorbörsenbericht

Der tägliche Morgenreport der «Finanz und Wirtschaft» zur Lage an den internationalen Aktienmärkten.

Stand: Dienstag, 29. Juli 2014 07:47 Uhr

Finanz und Wirtschaft

Aktuelle Kennzahlen

SMI8532.110.02%
Euro Stoxx 503190.540.60%
Dax9653.630.58%
Dow Jones Ind.16912.11-0.41%
Nasdaq 1003959.03-0.21%
Nikkei 22515618.070.57%
EUR/CHF1.21600.10%
USD/CHF0.90670.30%
EUR/USD1.3409-0.21%
Gold USD/Unze1299.80-0.37%
Brent Oel107.610.10%

Wichtige Ereignisse
vom 29.07.2014

SCHWEIZ
06:45   UBS: Ergebnis Q2 (Webcast 09.00 Uhr)
07:00   Also: Ergebnis H1
07:00   Walliser KB: Ergebnis H1
Sonstige Termine
Carlo Gavazzi: GV
INTERNATIONAL
07:00 D Deutsche Bank Q2-Zahlen
07:00 F Michelin Q2-Zahlen
07:30 D Linde Q2-Zahlen
07:30 D Aixtron Q2-Zahlen
07:30 F Renault Q2-Zahlen
07:30 F Orange Halbjahreszahlen
08:00 EU Acea Nfz-Neuzulassungen 06/14
08:00 D Statistisches Bundesamt Aussenhandelspreise 06/14
08:00 D Puma Q2-Zahlen (Call 9.30 h)
08:00 GB BP Q2-Zahlen (Call 15.00 h)
08:00 GB Next Q2 Trading Statement
09:00 E Einzelhandelsumsatz 06/14
10:00 D IAB-Arbeitsmarktbarometer 07/14
11:00 I Geldmarktpapiere
Laufzeit: 6 Monate
Volumen: 7,0 Mrd EUR
13:00 USA Pfizer Q2-Zahlen
13:00 USA Merck & Co Q2-Zahlen
13:45 USA UPS Q2-Zahlen
15:00 USA Case-Shiller-Index 05/14
16:00 USA Verbrauchervertrauen 07/14
22:00 USA Twitter Q2-Zahlen
22:00 USA American Express Q2-Zahlen
22:00 NL Qiagen Q2-Zahlen
TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE
F: Casino Guichard Halbjahreszahlen
I: Mediaset Halbjahreszahlen
J: Honda Q2-Zahlen
USA: Amgen Q2-Zahlen
USA: New York Times Q2-Zahlen
SONSTIGE TERMINE
09:00 D Der Bundesgerichtshof verkündet Urteil über Schadenersatz für einen
Kleinaktionär, Karlsruhe
Geklagt hat die Beteiligungsgesellschaft Effecten Spiegel, die im
Zuge der Postbank-Übernahme durch die Deutsche Bank nur 25 Euro pro
Aktie erhalten hatte.
11:00 D Bundesverband WindEnergie und VDMA Power Systems, Halbjahres-Pk
Für Vollständigkeit und Richtigkeit kann keine Gewähr übernommen werden.

Overnight

Die US-Börsen sind am Montag kaum verändert aus dem Handel gegangen. Der Leitindex Dow Jones Industrial gewann 0,13% auf 16’982,59. Der marktbreite S&P 500 notierte 0,03% höher auf 1978,91, der Technologieindex Nasdaq 100 0,05% höher auf 3967,24.

Unternehmensseitig spielten Übernahmen eine zentrale Rolle: Der Discounter Dollar Tree will für 9,2 Mrd. $ den Rivalen Family Dollar schlucken. Pro Aktie legt Dollar Tree dafür 59.60 $ in bar und 14.90 $ in Aktien auf den Tisch. Entsprechend dem Aufschlag von fast 23% zum Schlusskurs vom Freitag stiegen daraufhin Family Dollar knapp 25%. Dollar Tree gewannen 1,2%. Die Anteilscheine des Konkurrenten Dollar General schlossen nahezu unverändert. Kommt die Transaktion zustande, wird Dollar Tree der grösste nordamerikanische Discounter sein.

Eine weitere Fusion bahnt sich unter den Online-Immobilienportalen an: Zillow will Trulia für 3,5 Mrd. $ kaufen. In den Titeln des Pharmakonzerns Hospira sorgten angebliche Zukaufpläne zeitweise für ein Plus von knapp 5%. Hospira spreche mit dem französischen Nahrungsmittelkonzern Danone (BN 55.73 0.36%) über seine Sparte für medizinische Ernährung.

Apple (+1,36%) zeigten sich ungerührt von möglichen Komplikationen bei der Milliardenübernahme der Kopfhörerfirma Beats. Der Audiospezialist Bose wirft Beats Patentverletzungen vor und hat Klagen eingereicht. Die vom Milliardär Richard Branson gegründete Fluggesellschaft Virgin America macht mit ihren Börsenplänen Ernst. Sie hat eine Anmeldung für den geplanten Börsengang eingereicht.

Die asiatischen Märkte tendierten am Dienstag freundlich. Der MSCI Asia Pacific notierte zur Mittagszeit 0,1% fester. Er  ist nun mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis 13,6 für 2014 bewertet, so hoch wie nie seit Dezember. In Seoul liessen Käufe aus dem Ausland den Kospi auf den höchsten Stand seit August 2011 vorrücken. In Hongkong erreichte der Hang Seng ein Niveau, auf dem er letztmals im November 2010 gewesen war. Der Nikkei in Tokio lag 0,5% über dem Vortageswert. Zu den Gewinnern zählten die Autohersteller Nissan Motor und Suzuki Motor. Auch die Titel des Textilhändlers Fast Retailing standen auf der Gewinnerliste. Finanztitel wie Resona und Aozora notierten leichter.

News Vorbörse Schweiz

UBS: UBS (UBSN 16.32 -1.81%) hat im zweiten Quartal einen Gewinn von 792 Mio. Fr. erzielt (Vorquartal ,VQ: 1,05 Mrd. Fr., Vorjahresquartal ,VJ: 690 Mio. Fr.). Sie hat mit den Zahlen die Schätzungen des Marktes geschlagen, die gemäss AWP-Konsens für den Gewinn bei 715 Mio. Fr. lagen. Dabei übertraf sie im Investment Banking die Erwartungen, während sie im Wealth Management (WM) darunter abschnitt. Im WM flossen netto im zweiten Quartal 10,7 Mrd. an Neugeldern zu, wobei die Neugeldwachstumsrate am oberen Ende der Zielbandbreite ausgefallen sei. Im Bereich WM Americas ergab sich allerdings aus saisonalen und steuerlichen Gründen ein Abfluss von 2,5 Mrd. $. Die Kernkapitalquote (CET 1 Basel III bei vollständiger Umsetzung) lag per Ende Juni bei 13,5% und damit 30 Basispunkte (Bp) höher als im März 2014 (13,2%). Ein Wert von über 13% ist eine Voraussetzung dafür, dass die Bank ihre Ausschüttungsquote merklich erhöht. Die (ungewichtete) Leverage Ratio (SRB Basel III bei vollständiger Umsetzung) konnte um 40 Bp auf 4,2% verbessert werden. Stabil blieben dagegen mit rund 227 Mrd. Fr. die risikogewichteten Anlagen. Lesen Sie hier mehr.

UBS: Die Grossbank hat eine weitere rechtliche Baustelle geschlossen. Im Juli habe die Staatsanwaltschaft Bochum das Verfahren betreffend grenzüberschreitende Steuerangelegenheiten beigelegt. Im Rahmen der Einigung zahlt die UBS eine Busse von rund 300 Mio. €. Zulasten des Abschlusses des zweiten Quartals hat sie dafür eine Rückstellung von rund 120 Mio. Fr. gebildet. Mehr zum Thema hier.

UBS: Noch keine Lösung in Sicht ist für UBS im Steuerstreit mit Frankreich. Gegen den von der Regierung geforderten und bis Ende September zu zahlenden Kautionsbetrag von 1,1 Mrd. € will UBS bis Ende September appellieren. Lesen Sie hier mehr zum Thema.

UBS: Die Grossbank konkretisiert ihren Zeitplan zur Etablierung der im Mai angekündigten Holdingstruktur. Das Angebot zum Umtausch der bestehenden UBS-Aktien in die Aktien der neuen Holdinggesellschaft soll im laufenden dritten Quartal lanciert werden. Der Umtauschprozess beginne dabei mit der Veröffentlichung des Umtauschprospekts und könne bis zu drei Monate dauern. Der Umbau ist der Teil der Too-big-to-fail-Massnahmen und soll helfen, die Bank besser gegen Schocks abzusichern. Dank der in der neuen Struktur verbesserten Abwicklungsfähigkeit rechnet die UBS mit einem Rabatt auf den Eigenmittelanforderungen. Lesen Sie hier mehr.

Walliser Kantonalbank: Die Walliser Kantonalbank (WKB 709 -0.07%) (WKB) hat im ersten Halbjahr die anhaltend niedrigen Zinsen zu spüren bekommen. Der Bruttogewinn sank 1,3% unter das Ergebnis des Vorjahressemesters bei 69,7 Mio. Fr. Dagegen fiel der Gewinn mit 30,4 Mio. Fr. 3,9% höher aus als noch im Vorjahr. Im wichtigsten Geschäft, dem Zinsgeschäft, ging der Erfolg wegen der niedrigen Zinsen und eines nach eigener Einschätzung vorsichtigen Kreditwachstums 4,2% auf 86,6 Mio. Fr. zurück. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Also: Der IT-Logistiker Also hat im ersten Semester  einen Umsatzzuwachs von  7,9% auf 3,28 Mrd. € gebucht, während das Ergebnis auf Stufe Ebitda mit 51,7 Mio. € rund 15%, auf Stufe Ebit mit 38,3 Mio. € um rund ein Fünftel höher ausfiel. Im Gewinn verbuchte das Unternehmen einen Anstieg um beinahe 29% auf 21 Mio. €. Für das zweite Halbjahr erwartet es weiteren Preisdruck in den traditionellen Produktkategorien, der aber durch interne Projekte für die Gewinnverbesserung und Prozessoptimierungen sowie durch die konzernweite Digitalisierungsinitiative kompensiert werden soll. Also rechnet für das Gesamtjahr mit einem Gewinn von 50 bis 55 Mio. €. Lesen Sie hier mehr.

Temenos: Der Bankensoftwareanbieter Temenos (TEMN 33.15 0.76%) hat das Geschäftsvolumen im zweiten Quartal leicht und das Betriebsergebnis überdurchschnittlich gesteigert. Er hat im zweiten Quartal gemessen am Vorjahreszeitraum den Umsatz auf Non-IFRS-Basis 2% auf 112,3 Mio. $ gesteigert. Ohne Wechselkurseinflüsse betrug das Plus 1%. Der Ebit stieg 12% auf 22,5 Mio. $. Unter dem Strich verblieb ein Gewinn pro Aktie  von 0.23 $, nach 0.19 $ im Vorjahresquartal. Für das Gesamtjahr erwartet das Management ein Umsatzwachstum von 5 bis 10%. Mehr zum Thema hier.

AMS: Der Chiphersteller weist für das zweite Quartal markant verbesserte Kennzahlen aus und rechnet für das laufende dritte Quartal mit einem nochmals deutlich höheren Umsatz sowie einer verbesserten Marge. Die eigenen Erwartungen seien übertroffen worden, teilte AMS (0QWC 33.7 15.41%) mit. Der Umsatz erreichte mit 106,3 Mio. € (+17% im Jahresvergleich) ein Rekordniveau. Die Bruttogewinnmarge stieg von 54 auf 57%. Der Ebit stieg von 11,6 auf 26,4 Mio. €. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 22,2 (9) Mio. €. Mit den vorgelegten Zahlen hat AMS auch die Markterwartungen leicht übertroffen. Über das gesamte erste Halbjahr gesehen, steigerte AMS den Umsatz 9% auf 192,6 Mio. €. Der bereingite Ebit erreichte 44,3 Mio. €, der Gewinn 36,9 Mio. € (+95%). AMS rechnet bis ins Jahr 2015 hinein mit einer «Fortsetzung der starken Umsatz- und Ergebnisdynamik». Lesen Sie hier mehr zum Thema.

Logitech: Der Hersteller von Computerzubehör muss den Geschäftsbericht für das Jahr 2013/14 bis am 29. August vorlegen. Die SIX hat dem Unternehmen diese Fristerstreckung gewährt, weniger als Logitech (LOGN 13.95 1.09%) gewünscht hatte. Ursprünglich hätte der Bericht bis am 31. Juli publiziert werden sollen. Hintergrund sind die laufenden internen und externen Untersuchungen wegen «gewisser Buchhaltungsangelegenheiten». Wegen der Probleme wird auch die für September geplante Generalversammlung voraussichtlich verschoben. Gemäss Logitech-Mitteilung behält sich die SIX vor, den Handel mit Logitech-Papieren auszusetzen, sollte der Jahresbericht nicht bis zum geforderten Zeitpunkt eingereicht sein und keine weitere Fristerstreckung vorliegen. Logitech will Anfang August einen Plan zur Wiedererlangung der Compliance einreichen. Lesen Sie hier mehr.

Ausblick Rohstoffe

Ölmarkt reagiert nicht auf Krisenherde

Gold zeigte am Freitagnachmittag ein Lebenszeichen – der Goldpreis stieg 1,1% auf 1310 $ je Unze. Laut Commerzbank sind dafür kurzfristig orientierte Käufer verantwortlich, die Gold als sicheren Hafen wegen geopolitischer Risiken nachfragen. Denn die grossen Käufer von physischem Gold, China und Indien, zeigen wenig Interesse an zusätzlichen Goldkäufen. Der Goldanstieg hielt zu Wochenbeginn nicht an. Der Preis notierte am Montagmittag 0,4% tiefer.

Der Ölmarkt zeigte am Freitag dagegen keine Angst vor den Krisenherden dieser Welt. Der Preis für Brent-Öl sank am Freitag von über 108 $ je Fass auf 107.20 $. Seit Mitte Juli schwankt der Ölpreis in einer engen Bandbreite von 106.80 bis 108.40 $ je Fass. Das überrascht: Für heute Dienstag ist eine Entscheidung der EU zu Sanktionen gegen Russland zu erwarten. Sie könnten auch die Ölindustrie treffen. Dazu kommen Kämpfe in Libyen. Die Analysten der Commerzbank sehen daher einen Brent-Preis von über 110 $ als «angemessener».

Die letzten zwei Ausgaben des FuW-Reports:

Montag, 28. Juli 2014
Freitag, 25. Juli 2014

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