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Im Dezember fährt er nicht Motorrad

Von Reto Pfister. Aktualisiert am 13.12.2011

Der 21-jährige Oberaargauer Dominique Aegerter ist im letzten Saisonrennen 2011 erstmals aufs Podest gefahren. 2012 möchte er in der WM-Wertung auf einen Rang zwischen 5 und 7 vorstossen.

Im Fitnesstraining: Noch im alten Jahr legt Dominique Aegerter die Grundlage, um in der neuen Saison punkto Kraft mit den Konkurrenten mithalten zu können. (Bild: Marcel Bieri)

Im Fitnesscenter in Langenthal kennt man Dominique Aegerter. Herzlich wird der 21-Jährige begrüsst. Es ist Dezember. Ein Monat, in dem für einen Motorrad-Rennfahrer das Aufbautraining für die nächste Saison ansteht. «Auf dem Töff bin sich seit knapp einem Monat nicht mehr gesessen», sagt Aegerter. «Zu dieser Jahreszeit ist dafür auch zu kalt und zu nass.» Viermal pro Woche etwa sucht Aegerter das Fitnesscenter auf. Der Oberaargauer äussert sich im Gespräch über...

...die vergangene Saison: Aegerters Ziel war es, einen Podestplatz zu erreichen und sich in der WM-Wertung unter den ersten 10 zu etablieren. Beides ist geglückt. Beim letzten Rennen der Saison 2011 fuhr der 21-Jährige in der Moto2-Kategorie auf den dritten Platz. «Über diesen Podestplatz habe ich mich sehr gefreut», sagt Aegerter. «In der Gesamtwertung bin ich auf den 8. Platz gefahren, was mich zufriedenstellt.» Der Oberaargauer fuhr in den letzten 10 Rennen immer in die WM-Punkteränge. In der ersten Saisonhälfte lief es hingegen nicht immer rund. «In Assen etwa hatte ich das Vertrauen in mich und das Motorrad verloren», blickt Aegerter zurück. «In den Regenrennen hatten wir auch Probleme mit der Abstimmung der Maschine.»

...die Haarlänge: Dominique Aegerter trägt seit seinem Podestplatz in Valencia die Haare kurz. Zuvor war er vier Jahre mit langen Haaren unterwegs. «Mit meinem Vater habe ich eine Wette abgeschlossen, dass ich sie erst abschneiden darf, wenn ich aufs Podest fahre.» Die langen Haare hätten zu ihm gepasst, sagt Aegerter. «Aber ich habe sie auch gerne abgeschnitten». Er werde die Haare jetzt vorläufig kurz tragen. «Ich schliesse aber nicht aus, dass ich sie später wieder wachsen lasse.»

...die Aufholjagden: Aegerter machte in der Saison 2011 wiederholt während eines Rennens viele Plätze gut. Auf dem Sachsenring verbesserte er sich vom 28. Startplatz auf Rang 12, in Misano von 29 auf 13, in Alcaniz von 23 auf 9, in Sepang von 20 auf 5. «Ich bin ein Fahrer, der gerne Risiko eingeht», sagt der 21-Jährige. «Ich bremse später als andere und bin ein Fighter. Zudem gelingt es mir häufig, konstant schnelle Runden zu fahren.» Im Oktober kam der Italiener Marco Simoncelli im Moto-GP-Rennen von Sepang ums Leben. «Angst, das ich von einem schweren Unfall betroffen werden könnte, habe ich nicht», sagt Aegerter. «Ich fahre aber mit einem gewissen Respekt vor der Geschwindigkeit auf die Rennstrecke. Jede Sportart, in der man einen Helm anzieht, ist potenziell gefährlich.»

...die Finanzen: Motorsport ist teuer. Eine Saison in der Moto2-Klasse kostet etwa eine Million Franken. «Ohne Sponsoren, die an einen glauben, geht nichts», sagt Aegerter. Von Olivier Metraux, dem Chef der Firma Technomag, werde er sehr gut unterstützt. «Mein Ziel wäre es, dass für die Saison 2012 meine Eltern keinen Beitrag mehr leisten müssten.» Aegerter ist kein Mensch, den es ins Rampenlicht zieht. «Wenn man so bekannt ist wie Tom Lüthi, hilft das jedoch bei der Sponsorensuche.» Lüthi fährt wie Aegerter in der Moto2-Kategorie. 2005 wurde er Weltmeister in der 125-ccm-Klasse und anschliessend zum Schweizer Sportler des Jahres gewählt.

...das Militär: Aegerter ist 21-jährig und damit in einem Alter, in dem er die Rekrutenschule absolvieren muss. Ein Motorrad-Rennfahrer ist jedoch nie 18 Wochen am Stück zu Hause. «Ich habe mit dem Militär eine gute Lösung finden können», sagt Aegerter. «Ich kann die Sportler-RS in mehreren Teilen absolvieren.» Wann genau, steht noch nicht fest. Der Oberaargauer wird in Magglingen stationiert sein. «Die Infrastruktur für das Fitnesstraining ist dort sehr gut. »

...die nächste Saison: Aegerter wird auch 2012 im Techomag-Team fahren. Mit dem routinierten Italiener Roberto Rolfo (31), der Kenan Sofuoglu ersetzt, erhält er einen neuen Teamkollegen. «2012 möchte ich den Podestplatz bestätigen und in der WM-Wertung einen Rang zwischen 5 und 7 belegen», nennt Aegerter seine Ziele für das nächste Jahr. Im Januar reist Aegerter in die USA. In San Francisco will er sich beim früheren 500-ccm-Weltmeister Kenny Roberts fahrerisch weiterbilden. Ein späterer Aufstieg in die Königsklasse MotoGP ist für den 21-Jährigen «ein Traum». Ein kostspieliger Traum, denn eine Saison in der Moto-GP-Kategorie kostet etwa 6 Millionen Franken. (Berner Zeitung)

Erstellt: 13.12.2011, 07:17 Uhr

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EndeSion - Luzern1:3
EndeBasel - Young Boys1:2
EndeThun - FC Zürich2:4
EndeLausanne - Grasshoppers2:1
Stand: 23.05.2012 22:07
Brussels Ladies Open
23.05EndeRadwanska - Tsurenko6:1 6:0
Internationaux de Strasbourg
23.05EndeLucic - Schiavone1:6 2:6
Open de Nice Côte d’Azur
23.05EndeIsner - Malisse7:6 7:6
23.05EndeKukushkin - Tomic3:6 6:2 7:5
Roland Garros, Qualification WTA
23.05EndeChan - Sadikovic7:6 6:4
Stand: 23.05.2012 20:32
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Brussels Ladies Open
24.0515:30Radwanska - Uytvanck
Internationaux de Strasbourg
24.0513:00Larsson - Schiavone
Open de Nice Côte d’Azur
24.0514:45Isner - Davydenko
Power Horse World Team Cup, Red Group
24.0514:30Berdych - Berlocq
24.0516:00Roddick - Soeda
Stand: 23.05.2012 19:55
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