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Wird ein Oberländer Base-Jump-Weltmeister?

Von Bruno Petroni. Aktualisiert am 29.09.2010

In Stechelberg findet am Wochenende das 2. Wingsuit Race statt, an welchem erstmals auch der erste offizielle Weltmeister der Basejumper ermittelt wird. Markus Wyler aus Unterseen ist der einzige Oberländer Teilnehmer.

Wer ist schneller? Wie hier bei der Wingseuit-Race-Premiere vom letzten Jahr wird wieder der schnellste Springer ermittelt.

Wer ist schneller? Wie hier bei der Wingseuit-Race-Premiere vom letzten Jahr wird wieder der schnellste Springer ermittelt.
Bild: Archiv BO

Basejumpen bis zum Wahnsinn: Zu den ersten Weltmeisterschaften der waghalsigen Klippenspringer im hinteren Lauterbrunnental werden am Wochenende 40 der weltbesten Springer aus 18 Nationen erwartet.

Auch ein Oberländer

Unter den Teilnehmern befinden sich auch der letztjährige Sieger Luka Fornazaric aus Slowenien und der Norweger Espen Fadnes, der vor zwei Monaten zum schnellsten fliegenden Menschen gekrönt worden ist. Und mit dem in Zürich lebenden Markus Wyler aus Unterseen hat auch das Berner Oberland seinen Lokalmatador am Start – einen von sieben Schweizer Springern.

Chrigel Maurers Akroshow

«Wie beim ersten Wingsuit Race vom letzten Jahr erwarten wir wieder ein grosses Publikum, also mindestens 2000 Besucher», freut sich Organisator Hubert Schober. Und der Österreicher verspricht Spektakel bis zum Abwinken: «Schon am Donnerstag geht es los; da werden in Einzelstarts Zeitflüge gesprungen, die dann für die Paarungen der Vorläufe am Freitag entscheidend sind.» Wenn das Wetter mitspielt, wird in den Wettkampfpausen am Freitag und Samstag mittags und nachmittags Gleitschirm-Weltcup-Sieger Chrigel Maurer aus Leissigen eine Akroshow zeigen. Musik und Verpflegung kommen im Zielgelände unmittelbar nördlich des Parkplatzes der Schilthornbahn nicht zu kurz.

Das Wingsuit Race wird beim Klettersteig neben dem Mürrenbach auf einer Plattform gestartet, die sich 690 Meter über dem Talboden, hoch über der Talstation der Schilthornbahn, befindet. Die Springer müssen im freien Fall möglichst schnell eine definierte Ziellinie überqueren. Nach diesen rund 18 Sekunden Flug, während denen Spitzentempi über 200 Stundenkilometer erreicht werden, muss der Fallschirm gezogen werden. OK-Chef Hubert Schober: «Zur Erhöhung der Sicherheit muss die anschliessende Flugzeit am offenen Fallschirm bis zur Landung mindestens 25 Sekunden betragen. Wer diese Regel nicht einhält und einen sogenannten ‹Low Pull› verursacht, wird disqualifiziert.» (Berner Oberländer)

Erstellt: 29.09.2010, 09:14 Uhr

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