Einwohner wollen alte Rechte behalten

An der Schulgemeindeversammlung in Goldiwil war einmal mehr die Unabhängigkeit Thema. Wenn man den Goldiwilern alte Rechte wegnehmen wolle, stöben die Funken, sagte Thuns Stadtpräsident Hans-Ueli von Allmen.

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Das letzte Überbleibsel der Eingemeindung von Goldiwil zu Thun im Jahr 1913 ist die Schulgemeinde. Anfang 2009 wollte der Thuner Gemeinderat diese aufheben und in einen Verein umwandeln. Zum grossen Ärger der Goldiwilerinnen und Goldiwiler, die sich gegen den Verlust der Unabhängigkeit mit Erfolg wehrten. Denn im April 2009 entschied der Stadtrat, dass Goldiwil seine eigene Schulgemeinde behalten darf und auch weiterhin einen zugesicherten Sitz in der Schulkommission der Stadt Thun hat.

Zwar hat das Dorf seine eigene Schulgemeinde nun auf sicher. Die Diskussionen aus der Vergangenheit waren aber an der letzten Versammlung der Schulgemeinde erneut Thema. «Thuner und Goldiwiler können eigentlich über alles reden. Wenn es aber um Schulangelegenheiten ging, dann stoben jeweils die Funken», sagte der Thuner Stadtpräsident, Hans-Ueli von Allmen, als Gastreferent an der Versammlung. «Vor allem in den letzten 20 Jahren kam es immer wieder zu Konflikten, weil man den Goldiwilern vor langer Zeit erworbene Rechte wegnehmen wollte.» Nach der Ablehnung einer eigenen Oberstufe und Sekundarschule 1994 sei sogar überprüft worden, ob der Eingemeindungsvertrag mit Thun nicht gekündigt werden könnte. Man dürfe also gespannt sein, so von Allmen, ob es 2013 beim 100-Jahr-Jubiläum zur Eingemeindung ein Fest geben oder ob man immer noch reuig sein werde. (Thuner Tagblatt)

Erstellt: 08.02.2010, 09:55 Uhr

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