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Kommt ein Autobahn-Tunnel im Norden?

Der Bund berücksichtigt die Forderung der Berner Behörden nach einer unterirdischen Autobahnverbindung zur Verkehrsentlastung auf der A1 im Norden Berns.

Der Ausbau der Autobahn auf acht Spuren würde 400 Millionen Franken kosten, ein Tunnel rund 2,4 Milliarden.

Der Ausbau der Autobahn auf acht Spuren würde 400 Millionen Franken kosten, ein Tunnel rund 2,4 Milliarden.
Bild: Keystone

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Er lässt den sogenannten «Bypass Nordwest» in einer Vertiefungsstudie prüfen. Bisher sträubte sich der Bund gegen die unterirdische Autobahnverbindung zwischen der Verzweigung Weyermannshaus und Zollikofen. Der von ihm vorgeschlagene Ausbau mit einem zweiten Felsenauviadukt sei aber umstritten, teilte das Bundesamt für Strassen (ASTRA) am Donnerstag mit.

Mehrfach haben die Berner Behörden verlauten lassen, dass die unterirdische Autobahnverbindung der einzig gangbare Weg sei. Dies aus Rücksicht auf Anwohner und Landschaft, wie etwa die bernische Verkehrsdirektorin Barbara Egger-Jenzer im Mai 2008 betonte.

Unterschiedliche Kosten

Der Ausbau der bestehenden A1 zwischen Weyermannshaus und Schönbühl auf acht Fahrspuren würde nach bisherigen Erkenntnissen rund 400 Millionen Franken kosten, schreibt nun das ASTRA. Der unterirdische Bypass «Bern Nordwest» würde Kosten von rund 2,4 Mrd. Franken verursachen.

Der Abschnitt der A1 zwischen der Verzweigung Weyermannshaus und Schönbühl werde im Jahr 2020 stark überlastet sein, schreibt das ASTRA weiter. Deshalb habe der Bundesrat schon Ende 2009 vorgeschlagen, dieses Teilstück im Rahmen des Programms zur Beseitigung der Engpässe im Nationalstrassennetz auszubauen.

Beide zur Debatte stehenden Grundvarianten würden nun optimiert und inhaltlich vertieft. Ergänzend prüfen die Experten für beide Varianten die Machbarkeit eines neuen Anschlusses im Grauholz.

Als grundsätzliche Alternative wird zudem eine Variante untersucht, die von einem Verzicht auf den Ausbau der A1 im Raum Bern ausgeht. Die Analyse bezieht sich hier auf Massnahmen und Auswirkungen des Verkehrsmanagements.

Ergebnisse im 2012

Eine Behördendelegation begleitet die Vertiefungsstudie. Der Delegation gehören unter anderen die bernische Verkehrsdirektorin Barbara Egger-Jenzer und die Stadtberner Gemeinderätin Regula Rytz an.

Die Ergebnisse der Studie dürften Anfang 2012 vorliegen. Laut ASTRA sollen sie die Grundlage für die nächste Programmbotschaft zur Beseitigung der Engpässe im Nationalstrassennetz bilden. Im Rahmen dieser Botschaft werde der Bundesrat die vordringlichen Projekte gesamtschweizerisch einer erneuten Prüfung und Priorisierung unterziehen. (tan/sda/)

Erstellt: 02.09.2010, 18:29 Uhr

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4 Kommentare

Thomas Lerch

03.09.2010, 19:50 Uhr
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Es hat einfach zu viele Einwohner in der Schweiz. Weniger Einwanderung (generell weniger Erdbewohner) würde wohl viele Probleme lösen. Antworten


Christian Dürig

03.09.2010, 11:31 Uhr
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Nationalstrassen verkommen zu Kantönligässchen. Mit dem Wort Autobahn oder Schnellstrasse ist man schon ein Landesverräter. Kleinkariert gehen wir in die Zukunft. Viel Glück. Antworten


Reto Zbinden

03.09.2010, 09:23 Uhr
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@hess: Im ÖV ist die Situation auch nicht besser. Ich war über 1 Jahr Pendler zwischen Bern und Biel. Hatte nicht jeden Morgen einen Sitzplatz. Und jetzt 50% mehr vom Strassenverkehr? Antworten


Bruno HEss

03.09.2010, 08:13 Uhr
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Wie wär es, wenn jeder zweite das Auto stehen lassen würde? So könnte auch der Umwelt etwas Gutes getan werden. Alle sagen ich kann auf das Auto nicht verzichten, nehmen aber dementsprechend viel Stress und Ärger auf sich um von A nach B zu kommen. Wie wäre es mit den Öffentlichen Mittteln. Ich bin Berufshfahrer und finde dass man sicher 50% wegdenken kann. Alles fängt im Kopf an. Antworten



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