Der SCB ist Berns drittgrösster Beizer
Von Urs Wüthrich. Aktualisiert am 24.01.2012 3 Kommentare
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Der Zürcher Frauenverein (ZFV) führt in der Stadt Bern und der näheren Umgebung 29 Restaurants, etliche Mensen und Kantinen, zwei Hotels und den Cateringbetrieb Inflight auf dem Flughafen Bern-Belp. «Wir führen unter anderem die ganze Gastronomie an der BEA, an der Universität Bern und im Parlamentsgebäude, einige Personalrestaurants sowie die beiden eigenen Hotels Ador und Arabella», sagt Regula Pfister, Verwaltungsratspräsidentin und CEO des Frauenvereins. Der ZFV ist damit der grösste Gastrounternehmer in der Stadt. Aber er hat noch nicht genug und will mehr in Bern.
«Wir sind am Aufrüsten», sagt Pfister. Und: «Wir suchen ständig neue Hotels und Restaurants. Wir wollen in jedem Bereich wachsen.» Demnächst übernehme der Frauenverein auch die Gastronomie im Von-Roll-Areal der Uni.
Frauenverein: «Jährlich neun Prozent mehr Umsatz»
Bis ins Jahr 2000 waren die ZFV-Unternehmungen lediglich im Grossraum Zürich tätig. Mit der Übernahme verschiedener UBS-Restaurants in Bern, Basel und St.Gallen wurde der Aktionsradius in den Folgejahren in den deutschsprachigen Raum erweitert. «Wir machen jährlich neun Prozent mehr Umsatz», erklärt ZFV-Chefin Pfister. 2010 wurde ein Umsatz von 179 Millionen Franken und ein Cashflow von 21 Millionen erwirtschaftet.
Der ZFV wurde 1894 von Zürcher Bürgerfrauen unter dem Namen «Frauenverein für Mässigkeit und Volkswohl» gegründet mit dem Ziel, alkoholfreie Gaststätten einzurichten, in denen Kaffee und Kuchen serviert wurden. Bis 2002 behielt die Genossenschaft den seit 1909 bestehenden Namen «Zürcher Frauenverein für alkoholfreie Wirtschaften» bei.
Der ZFV hat im Verlauf der Zeit das rigorose Alkoholverbot sukzessive gelockert. Aber erst seit 2001 dürfen in den Betrieben des Frauenvereins auch alkoholische Getränke ausgeschenkt werden. Heute beschäftigt der ZFV in schweizweit 130 Betrieben 2116 Angestellte.
Sportgastro: «Wollen weitere Betriebe in der Stadt»
Der zweite grosse Gastroplayer auf dem Platz Bern ist die Sportgastro AG, ein Unternehmen der SCB Eishockey AG. In ihrem Portfolio werden 5 Restaurants und Bars in der Postfinance-Arena geführt sowie die Gastrobetriebe in den Bädern Wyler, Lorraine, Weyerli, Ka-We-De und Moossee und im Sportzentrum Hirzenfeld (Münchenbuchsee/ Zollikofen). Im Herbst übernimmt die Sportgastro AG das Restaurant Caledonia in der Curlinghalle. Das Gastrounternehmen hat nun auch sein Interesse an Betrieben in der Innenstadt entdeckt. Derzeit laufen Verhandlungen mit den Verantwortlichen der Brasserie Capitol an der Kramgasse. «Unser Ziel ist es, weitere Betriebe in der Stadt zu übernehmen», erklärt Martin Hebeisen, Mitglied der Geschäftsleitung der Sportgastro AG. Man sei laufend auf der Suche.
Bindella: «Wir wollen unsere Lokale pflegen»
Der dritte grosse Mitspieler in der Berner Beizenszene ist Rudi Bindella mit schweizweit 37 Restaurants, davon 7 in Bern. Letztes Jahr eröffnete er das umgebaute Restaurant Adler unter dem Namen Verdi. Und im März erfolgt die Neueröffnung von La Gioia. Das Bindella-Lokal an der Front wird neu Santa Lucia heissen. Die Antwort auf die Frage, welche Strategie Bindella in Bern verfolge, ob er an weiteren Beizen interessiert sei, wurde schriftlich erteilt: «Nach einer expansiveren Phase wollen wir nun unsere Lokale sorgfältig pflegen und konsolidieren.» Das Bestreben sei, an der Verfeinerung der Dienstleistungen zu arbeiten.
Von einem Verdrängungskampf will die Präsidentin von Gastro Stadt Bern, Eveline Neeracher, nicht sprechen. «Wenn die grossen Gastrounternehmen es besser machen, ist das für mich kein Problem», sagt sie. Zudem gebe es nicht viele Wirte, welche vom ZFV oder der Sportgastro AG geführte Betriebe übernehmen würden. Mehr wollte Neeracher dazu nicht sagen, zumal Sven Rindlisbacher (Sportgastro AG) und Werner Rothen (ZFV, Schöngrün) auch Vorstandsmitglieder bei Gastro Stadt Bern sind. (Berner Zeitung)
Erstellt: 24.01.2012, 06:12 Uhr
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3 Kommentare
das ist super, dass herr lüthi den scb wirtschaftlich soweit gebracht hat, leider kann der sportlich fortschritt bei weitem nicht mithalten. ich empfehle, dass marc lüthi auch als sportchef tätig wird, damit auch hier wieder erfolg eintrifft. für sven leuenberger sehe ich ein job als "mädchen für alles oder besser für nichts" Antworten
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