«Vom chrumme Tannebäumli»
In einem kleinen Wald aus mit glitzerndem Schnee bedeckten Tannenbäumchen begann die erste Szene des Theaterstücks «Vom chrumme Tannebäumli». Das Weihnachtsmärchen von Trudi Gerster wurde vom 14. bis 18.Dezember täglich im Mattner Hotel Mattenhof aufgeführt. Etwa 80 Personen, darunter viele Kinder, warteten am Freitagnachmittag gespannt auf den Vorstellungsbeginn von Theater Art7 unter der Regie von Deborah Lanz.
Szene im Märchenwald
Im Dämmerlicht des grossen Saals ertönte leise Klaviermusik, dann betrat eine Frau mit einem grossen Buch unter dem Arm die Bühne, begrüsste das Publikum und las vor: «Es war einmal ein kleiner, zarter Tannenbaum, es war Dezember, bitterkalt und schneite» Eine Gruppe schön gekleideter Mädchen und Frauen betrat die Bühne und legte sich still hin wie zum Schlafen. «Der kleine Tannenbaum ist krumm und hat auf der einen Seite keine Äste. Er ist aber glücklich, hat viele Freunde und ein ansteckendes Lachen», sagte die Vorleserin.
Als zwei Waldarbeiter auftauchen, um die schönsten Bäumchen für Weihnachten auszusuchen, beginnen die Mädchen (Tannenbäumchen) einen gehässigen Streit darüber, wer die Schönste ist, geben sich eitel und hochmütig. Dem krummen Tannenbäumchen, dem «Zworgeli», wird gesagt, dass es hässlich sei und auf der einen Seite eine Glatze habe, worauf es sehr traurig wird und weint. Ein (männlicher) Strauch des Waldes versucht zu schlichten: «Wer gibt uns überhaupt das Recht, so zu denken? Niemand ist hässlich, wir haben alle eine goldene Krone!» Schliesslich einigen sich die Konkurrentinnen und schwören sich gegenseitig Freundschaft und Treue. «Danach haben sie wunderbare Abende miteinander erlebt und gemerkt, wie wichtig sie füreinander sind», sagte die Vorleserin.
Weihnachtstraum erfüllt
Auf dem Weihnachtsmarkt blieb das krumme Tannenbäumchen als einziges übrig. Der Verkäufer schenkte es einem Jungen aus einer bettelarmen Familie, die sich riesig darüber freute und somit den Weihnachtstraum des Tannenbäumchens wahr werden liess. Das Ensemble, Kinder und Erwachsene, trat zum Schluss mit brennenden Wunderkerzen in den Händen vor das Publikum, das begeisterten Applaus spendete. Die Schauspieler sangen das Lied «Wiehnachte isch ä friedliche Zyt», in dem es heisst: «Ob grad oder chrumm, ob gross oder chlin, du bisch so wied bisch ä Sunneschyn.»
Monika Hartig>
Erstellt: 20.12.2011, 00:32 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.



