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Lena plagen echte und falsche Sorgen

Aktualisiert am 10.12.2010

InterlakenIm Schlosskeller Interlaken wurde das neue Märchen «Dr Sorgefrässer» von der Theatergruppe Art7 uraufgeführt.

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Bis auf den letzten Platz besetzt war der Interlakner Schlosskeller am Mittwochnachmittag. Etwa 50 Personen, darunter viele Kinder, waren gekommen, um die Uraufführung des Märchens «Dr Sorgefrässer» zu erleben. Die moderne Geschichte ist das Werk der Unterseer Theatertruppe Art7 unter der Leitung von Regisseurin Deborah Lanz.

Für diese Vorführung war der Schlosskeller mit Drehstühlen bestuhlt, da das Stück auf zwei einander gegenüberliegenden Bühnen spielte. Der Beleuchter des Stücks bat die Zuschauer, sich je nach Szene in die umgekehrte Richtung zu drehen, sobald das rote Licht an der Seitenwand aufleuchtete. Die Bühne auf der Eingangsseite zeigte ein Mädchenschlafzimmer in Rosa, die Bühne auf der anderen Seite eine Müllhalde mit einem Container, in dem der Sorgenfresser wohnt.

Die Sorgen eines Mädchens

Die kleine Lena (Stephanie Gartenmann) wartet ungeduldig auf ihren kranken Hund Tino, der seit Tagen beim Tierarzt ist. Lenas Mutter (Barbara Anderegg) schenkt ihrer Tochter drei «Sorgenbäbi», die man nachts unters Kopfkissen legen muss, damit sie die Sorgen fortnehmen. Lena bittet die Puppen: «Vielleicht könnt ihr mir helfen. Ich mache mir grosse Sorgen um meinen Hund Tino.»

Nachts, wenn Lena schläft, werden die drei Sorgenbäbi (Muriel Künzi, Robin Lansdell und Leonie Hirt) lebendig und bringen die Sorgen des Mädchens zum Sorgenfresser, der in einem Container haust (Andreas Thöni). Um den Container stapeln sich die Müllsäcke mit den Sorgen der Menschen, die der Sorgefrässer verdauen soll. Drei junge Mitarbeiter (Jeannine Zaugg, Leon Bruhin und Jeannine Amacher) unter der Leitung ihres Chefs, Herr Radiselli (Sebastian Dyhrenfurth), kümmern sich um die Sorgensäcke.

Keine Hilfe bei Faulheit

Nach dem Erfolg mit Hund Tino versucht die kleine Lena, ob sie die Sorgenpuppen auch dazu bringen kann, ihr Zimmer aufzuräumen. Sie folgt den dreien heimlich in das Land des Sorgenfressers und erlebt, wie das Fabelwesen krank wird von falschen Sorgen. «Wenn jemand zu faul ist, um sein Zimmer aufzuräumen, kann der Sorgenfresser auch nicht mehr helfen», sagt Herr Radiselli.

Wunderbar gespielt

Das Publikum verfolgte die Aufführung ganz gebannt, auch die kleinen Zuhörer waren mucksmäuschenstill. Erstaunlich frei und natürlich spielten die Kinder, die das Märchen aufführten – eine tolle Leistung. «Die Kinder haben seit Oktober für dieses Märchen geprobt und vorher schon in den Workshops Erfahrungen gesammelt», erklärt Schauspieler Andreas Thöni. Die ganze Schauspieltruppe erhielt grossen Applaus und jeder Zuschauer ein Sorgenpüppchen als Geschenk. Monika Hartigwww.art-7.ch>

Erstellt: 10.12.2010, 00:31 Uhr

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