Klotzen mit Holzwürfeln
Das pädagogisch wertvolle Kugelbahnsystem Cuboro aus Hasliberg feierte sein 25-jähriges Bestehen. 20 Teams haben sich an einem Simultanturnier gemessen, und die Sonderausstellung «Die Cuboro-Erfolgsgeschichte» fand grosse Beachtung. Das hochkarätige Simultanturnier begeisterte die Zuschauer mit atemberaubenden und überraschenden Kugelbahnen. Die Turnierteilnehmer hatten eine Stunde Zeit, mit einer vorgegebenen Anzahl Cuboro-Würfeln ein Kugelbahnsystem zu konstruieren.
Düsseldorfer siegten
Bewertet wurde die Länge der Laufzeit der Kugel in der Bahn, und eine kompetente Jury bewertete die Bauwerke mit einer Gesamtpunktenote, die folgende Themen beinhaltet: Ästhetik (geometrische Planung), Komplexität (Multifunktionalität der Würfel), Originalität und Gesamteindruck. Durchsetzen konnte sich der amtierende Deutsche Meister, das Team «Vandré», bestehend aus Vater Ulrich, Tochter Lina und Sohn Ole aus Düsseldorf, mit 33 Punkten knapp vor dem Team «Werner» mit Vater Timo und Sohn Amin aus Eggenstein-Leopoldshafen in Baden-Württemberg mit 32,9 Punkten und vor dem Berner Einmannteam Sam Blume aus Liebefeld mit 30,1 Punkten.
Matthias Etter, der Erfinder
des Kugelbahnsystems Cuboro, betonte, wie beeindruckt er immer wieder von der unglaublichen Kreativität und Originalität der Baumeister sei.
25 Jahre Spielgeschichte
Die Vorgeschichte und die 25 Jahre seit dem Erscheinen des ersten Cuboro-Kastens wurden in einer eindrücklichen Ausstellung dokumentiert. Eine Zeitachse mit Exponaten und Bildern zu den wichtigsten Ereignissen der Geschäftsentwicklung, vom ersten Prototyp bis zum aktuellen Jubiläumskasten, gibt Einblick in die Geschichte eines einmaligen Schweizer Spielzeugs und dessen Verbreitung. Das Kombinieren der Würfel mit äusseren und inneren Funktionen zu zusammenhängenden Bahnverläufen fördert die Experimentierfreude, das räumliche Vorstellungsvermögen, logisches Denken und Konzentration. Cuboro wächst mit den Anforderungen des Kindes.
Dies begeistert über das Kinderalter hinaus auch Eltern und Grosseltern, und so wird Cuboro zum Spielzeug über Generationen hinweg. Heute wird Cuboro nicht «nur» zur «Kurzweil» gespielt, sondern auch als Lehrmittel, in der Ergotherapie, in Teamtrainings, für Eignungstests und in Werbekonzepten eingesetzt.
Sozialpädagoge als Erfinder
Unstillbare Neugier, glückliche Zufälle und eine Portion Mut, unkonventionelle Wege zu gehen, waren die Grundsteine zum Erfolg von Cuboro-Erfinder Matthias Etter. Das Kugelbahnsystem entstand in den Siebzigerjahren, als Matthias Etter an einer Sonderschule ein Praktikum als Sozialpädagoge absolvierte. Mit ein paar Würfeln aus Ton, als dreidimensionales Puzzlespiel für Kinder mit motorischen Schwächen entstanden, hat alles begonnen. Erst dank der Genialität des Schreiners Hans Nyfeler konnte eine Serie der trickreichen Würfel mit gebogenen Rinnen und Tunnels 1986 auch aus Holz hergestellt werden.
Noch heute wird Cuboro aus FSC-zertifiziertem Schweizer Buchenholz in der Familienschreinerei Nyfeler, unter äusserst ökologischen und qualitativen Vorgaben, hergestellt. Der Firmensitz befindet sich in Hasliberg. pd>
Erstellt: 25.05.2011, 00:31 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.



