Hölzernes Gruselkabinett im Museum
ist eine Sonderausstellung
eröffnet worden. Masken aus der ganzen Schweiz werden gezeigt.
Stichworte
«Auf den Tag genau vor vierundvierzig Jahren verstarb der Maskenschnitzer Hans Trauffer, ein offener, ehrlicher, manchmal auch unbequemer Zeitgenosse», wie ihn der Berner Goldschmied Jörg Stähli anekdotisch nachzeichnete. «Trauffer hat wohl an Geister geglaubt und ihnen ein Gesicht gegeben. In vielen Masken ist man versucht, eine Person wiederzuerkennen – auch dies kaum ein Zufall», wie Stähli vermutet. Das bekannteste Werk von Hans Trauffer ist das «Hardermannli und sein Wyb», das alljährlich an der «Harderpotschete» am 2.Januar mit seinem wilden Gefolge durch Interlaken zieht und in der Ausstellung aus der Nähe zu betrachten ist.
Das heimliche Gesicht
Masken gehören zu den frühesten Zeugnissen der Kulturgeschichte. Ihrem Ursprung nach war die Maske ein vor dem Gesicht getragenes plastisches Gebilde, eine Larve aus Leder, Ton, Tuch oder eben aus Holz. «Die Maske trägt oft das heimliche, innere Gesicht des Trägers nach aussen, sie macht ihn unkenntlich in der Gesellschaft. In vielen Bräuchen kommt der Maske eine Schutzfunktion gegen das Böse zu», wie Martin Stähli, Präsident des Stiftungsrates des Museums resümiert.
In der Ausstellung, die bis zum 25.September offen ist, werden Masken aus der ganzen Schweiz, vom Lötschental, der Inner- und Ostschweiz bis ins Sarganserland, gezeigt.
Vorwiegend Leihgaben
Die meisten Exponate sind Leihgaben von Privaten und vom Rietbergmuseum in Zürich, das durch eine Schenkung des deutschen Barons Eduard von der Heydt zu einer aussergewöhnlich umfangreichen Sammlung kam. Für Axel Langer, Kurator des Rietbergmuseums, integrieren Masken oft geschichtliche Ereignisse, sind dämonisch fratzenhaft und überzeichnen Tatsachen.
Mit Häsler und Dorner
Die überaus stimmungsvolle Vernissage wurde musikalisch umrahmt von Rolf Häsler, Saxofon, und Stefan Dorner am Klavier. Im einzigen Museum in der Schweiz, das sich ausschliesslich der Holzbildhauerei widmet, ist eine ständige Ausstellung an traditionellen und künstlerisch bedeutsamen Holzbildhauerarbeiten aus der Region zu sehen. Sie zeigt die schweizweit bekannt gewordene und auch bis heute gross gebliebene Bedeutung von Brienz als Zentrum dieses Handwerks. Beat Jordi>
Erstellt: 16.05.2011, 00:31 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.



