Geistiges Eigentum schützen
«Ob WC-Ente oder Toblerone, die Marke, entscheidet über Erfolg oder Flop. Viele Produkte unterscheiden sich kaum voneinander, gleichen sich immer mehr. Hier spielt der Schutz eine immer wichtigere Rolle», weiss Philipp Rüfenacht aus seiner Praxis als Berner Patentanwalt. Nachahmer werden immer perfider, wenn es darum geht gute Ideen, Entwicklungen, Erfindungen zu kopieren und auf den Markt zu bringen. Dabei spielt die Ethik, der Respekt vor Geistigem Eigentum kaum eine Rolle.
Geistiges Raubgut
«Geistiges Eigentum wird zum dreisten Raubgut», sagt Philipp Rüfenacht. Seine Zuhörer, Mitglieder des Handels- und Industrievereins des Kantons Bern trafen sich zum Wirtschaftslunch im Hotel Stella in Interlaken. Viele von ihnen sind mit der Herstellung von Produkten beschäftigt, die eine lange und kostspielige Entwicklung hinter sich haben, bevor auch nur ein erster Prototyp mit passendem Design vorliegt. Dabei wird der Wert der Idee, der Marke oft unterschätzt und erst zu spät an einen wirksamen Schutz gedacht. «Exklusivität bringt klare Vorteile am Markt. Eine geschützte Marke sichert die Wertbeständigkeit, schafft Abgrenzungen über Mitbewerbern», sagt Philipp Rüfenacht.
Patent angemeldet
Doch der Weg zu einem wirksamen Schutz auf internationalen Märkten ist nicht einfach. Viele Anwaltskanzleien haben sich auf Markenschutz spezialisiert, die es kleinen und mittleren Unternehmen ermöglichen ihre Produkte zu schützen. Sie kennen die hohen Anforderungen und Abläufe, bis ein Patent angemeldet, eine Marke eingetragen ist. Erst dann unterscheidet sich eine gut geschützte «WC-Ente» von anderem Federvieh, das sich im gleichen Teich tummeln möchte.Peter Wenger>
Erstellt: 29.01.2011, 00:31 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.



