Bei Go Sports wurden die Schlösser ausgetauscht
Die Website des Fitnesscenters Go Sports scheint das einzige zu sein, das derzeit noch funktioniert: Wie Konrad Marzohl vom Management des Oberland-Shopping mitteilte, wurden die Räumlichkeiten des Fitnesscentes und des Kinderhorts Tazelwurm am Mittwoch nach einem Gerichtsentscheid geschlossen. «Die Schliesszylinder wurden ausgewechselt und die nötigen Massnahmen zur endgültigen Schliessung durchgeführt», heisst es in einer Medienmitteilung. Und weiter: «Der Ausweisungsentscheid des Gerichtskreises XI Interlaken-Oberhasli sowie das Schreiben von Marktkonzept AG Centermanagement wurden an den Türen aufgehängt.» Der genaue Grund für die plötzliche Schliessung ist unklar, Vermieter Konrad Marzohl und die Leitung von Go Sports waren gestern telefonisch nicht erreichbar. Auf dem Anschlag im Shoppingcenter ist von einem Retensionsverfahren die Rede. Damit werden üblicherweise Einrichtungsgegenstände belegt respektive blockiert, um in einem Verfahren bei ausstehenden Mietzinsforderungen etwas in den Händen zu haben. Derzeit ist also nicht klar, wie es mit dem Center weitergeht, zu dessen Kunden auch Bergführerin Evelyne Binsack und Schwingerkönig Kilian Wenger gehören. Marzohl verspricht aber, über den weiteren Verlauf der Schliessung zu informieren.
Verkauf war schon geplant
Dass nicht alles rund lief bei Go Sports, war spätestens nach einem Schreiben an die Kunden Ende Dezember klar. Das Kosten-/Ertragsverhältnis gehe trotz Investitionen nicht auf. «Die Aktionäre haben sich entschlossen, die Geschäftstätigkeit der Go Sports AG per 30. Juni 2011 einzustellen, sollte keine Lösung zur Weiterführung zustande kommen», heisst es wörtlich im Brief. Es würden aber zwei konkrete Übernahmeangebote vorliegen. Bis Ende Januar könne geboten werden, dann erfolge die definitive Entscheidung zur Zukunft. 2004 war das Unternehmen in den damaligen Oberlandpark gezogen. Die Schliessung lässt jetzt erahnen, dass das 20-Jahr-Jubiläum des Unternehmens in diesem Jahr kaum Grund zur Freude sein wird. hsf>
Erstellt: 19.02.2011, 00:31 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.



