Die Polizei hat den Bus und den umliegenden Tatort abgesichert.
Es zeigte sich, dass auf den Bus insgesamt vier Schüsse abgefeuert worden waren. Drei Projektile beschädigten lediglich die äussere Scheibe beschädigt, das vierte Projektil war bei der Doppelverglasung durch die äussere Scheibe gedrungen, worauf die Scheibe geborsten war.
Wie der Chauffeur des beschossenen Busses gegenüber TeleBärn sagte, ist es nicht das erste Mal, dass ein Bus ins Visier genommen worden ist (siehe Video). Erst «vor kurzem» sei vorne auf Fahrerhöhe auf einen Bus geschossen worden. Da die Fahrzeuge aber über eine Doppelverglasung verfügten, seien die Chauffeure relativ gut geschützt.
Sorge um Sicherheit
Die Linie 26 wird nicht von Bernmobil bedient, sondern von Dysli Transporte im Auftrag von Bernmobil. Wie es am Mittwoch bei Dysli hiess, sei mit dem Vorfall vom Dienstag in der Tat bereits zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres zu einer Schussabgabe auf einen vom Transportunternehmen betriebenen Bus gekommen. Wie darauf zu reagieren sei, werde bei Dysli derzeit diskutiert, sagte ein Mitarbeiter gegenüber bernerzeitung.ch. Man sorge sich um die Sicherheit der Chauffeure.
Anhand von Zeugenaussagen konnte kurz darauf in der gegenüberliegenden Liegenschaft in einer Wohnung die mutmassliche Täterschaft, drei Männer und eine Frau, festgenommen werden. Zudem wurde eine Faustfeuerwaffe, vermutlich eine Gasdruckpistole, sichergestellt.
Bereits vor fünf Jahren wurde an einem Sonntagmorgen ganz in der Nähe auf einen Bus geschossen. Der Schuss war für einen Fahrgast eines Bernmobil-Busses der Linie 20 beinahe tödlich ausgegangen. Kaum war der rote Gelenkbus stadteinwärts Richtung Lorraine weggefahren, flog ein Geschoss durch die rechte hintere Türe, streifte den älteren Mann an der Stirne und durchschlug das hinterste linke Seitenfenster.
(met/jsp)