Die Löcher zeigen, wo die Verschütteten ausgegraben wurden. Bild: KEYSTONE/AP
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Die anderen Teilnehmer der betroffenen Skitourengruppe sowie weitere Tourenfahrer nahmen sofort die Suche nach dem verschütteten Mann auf, andere alarmierten die Rettungskräfte. Der Tourenfahrer wurde unter den Schneemassen rasch gefunden und ausgegraben. Im Moment, als der inzwischen eingetroffene Rega-Arzt die Betreuung eines Mannes übernommen hatte, löste sich im angrenzenden Hang eine zweite Lawine und verschüttete insgesamt elf Personen und den Arzt. Die zweite Lawine hatte eine Breite von 100 Metern und eine Gesamtlänge von etwa 330 Metern.
Zweite Lawine eine Spontan- oder Fernauslösung
Wie die Ermittlungen durch die Gebirgsspezialisten der Kantonspolizei Bern und durch die Regionalfahndung Berner Oberland weiter ergaben, muss die zweite Lawine durch eine Spontan- oder eine Fernauslösung entstanden sein. Weder ein Helikopter noch andere Skitourenfahrer können diese Lawine verursacht haben. Praktisch zeitgleich mit der zweiten Lawine löste sich rund 250 Meter südwestlich des Unfallortes eine dritte Lawine. Diese wurde von zwei Tourengängern im Aufstieg ausgelöst.
Im Verlaufe des Sonntags konnten aus dem Lawinenkegel acht verletzte Personen geborgen und in Spitäler geflogen werden. Eine Person musste bereits tot geborgen werden. Im Verlauf der nächsten Stunden verstarben drei der schwer verletzten Personen. Am Sonntag, bei einbrechender Dunkelheit, mussten die Sucharbeiten aus Sicherheitsgründen unterbrochen werden.
Bei der weiteren Suche, die wegen den schlechten Sicht- und Witterungsverhältnissen erst am Dienstag wieder aufgenommen werden konnte, wurden die drei noch vermissten Personen tot geborgen. Damit forderte das Lawinenunglück am Drümännler insgesamt sieben Todesopfer. In der Zwischenzeit konnte die letzte Frau, die das Unglück überlebt hatte, aus dem Spital entlassen werden, wie die Kantonspolizei in einer Mitteilung vom Freitag schreibt.
(vh)