Selladoor:«Wir machen Backpacker Hip-Hop»
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Seit wann gibt es die Band Selladoor?
Mequisto: Unserer Band gibt es seit ungefähr 2007. Da haben wir mal einen Song aufgenommen und ins Internet gestellt. Danach war lange nichts von uns zu hören. Wir schrieben Songs und machten Beats, aber nur für uns.
Rob-T: Das erste offizielle Konzert hatten wir aber erst im Mai 2010 im Kreuz in Nidau. Wir durften zwei Lieder spielen (lacht).
Wie ist die Band Selladoor entstanden?
Rob-T: Ich erhielt eine E-Mail von Mequisto mit einem Song von ihm. Als ich den Song hörte, dachte ich: «Wow, dieser Junge kann Rappen». Zu dieser Zeit weilte ich für ein halbes Jahr in England. Als ich dann wieder in die Schweiz zurück kehrte, schrieben wir unseren ersten gemeinsamen Song. So hat alles angefangen.
Was bedeutet der Name Selladoor?
Mequisto: Den Namen habe ich im Film «Donnie Darko» entdeckt. Es geht um eine Lehrerin und den Schüler Donnie Darko, die sich sehr gut verstehen. Eines Tages wird der Lehrerin gekündigt. Nur noch der Schüler war im Raum, als die Lehrerin an die Wandtafel «Cellar Door» (zu Deutsch Kellertür) schreibt. Donnie Darko fragte die Lehrerin wieso sie das an die Wandtafel schreiben würde. Sie erklärte ihm, dass einmal ein berühmter Linguist gesagt hätte, dass unter allen möglichen Wortkombinationen und Zeiten «Cellar Door» das schönste Wort sei. Wir änderten dann das Wort auf Selladoor. In unserem Lied «What’s Selladoor» hört man am Anfang die Lehrerin, die Donnie Darko das Wort «Cellar Door» erklärt.
Rob-T: Unser Studio ist ja auch im Keller.
Was meint ihr mit Backpacker Hip Hop?
Mequisto: Unsere Stilrichtung ist Oldschool Hip-Hop. Wir bezeichnen das jazzige-folkige und soulige in unseren Songs als Backbacker-Hop-Hop.
Rob-T: Ich sehe es so, als würden wir mit einem Rucksack durch den Dschungel laufen und verschiedene Klänge mitnehmen und die dann miteinander vermischen.
Wann kommt das nächste Album auf den Markt?
Mequisto: Ich bin momentan daran, die Beats zu produzieren. Danach müssen wir anfangen zu texten. Wahrscheinlich wir das nächste Album in eineinhalb Jahren erscheinen. Wir planen auch, ein paar Songs auf «Bärndütsch» zu singen, da uns schon viele Leute danach fragten.
Rob-T: Im Winter 2012 werden wir wahrscheinlich die Songs aufnehmen. Das Ziel ist es, im Frühling oder Sommer 2013 die CD auf den Markt zu bringen.
Einen Plattenvertrag habt ihr aber noch nicht?
Mequisto: Nein, leider noch nicht. Momentan suchen wir aber auch nicht direkt danach. Vielleicht in einem Jahr, um die neue CD zu produzieren.
Rob-T: Wenn jemand unsere Stilrichtung sucht, sagen wir auf jeden Fall sofort Ja. Also unser Ziel ist es, sobald wie möglich einen Plattenvertrag zu kommen.
Habt ihr schon mit anderen Künstlern auf der Bühne gestanden?
Rob-T: Mit QC von Männer am Meer haben wir schon zusammen gearbeitet. Mit dem amerikanischen Rapper Lord Lhus haben wir schon gesprochen und vielleicht wird sich daraus mal etwas ergeben.
Mit wem möchtet ihr mal auf der Bühne stehen?
Rob-T: Ein Traum von uns ist, mit Looptroop (eine schwedische Hip-Hop-Band) oder mit den Hilltop Hoods (eine australische Hip-Hop-Band), einmal einen Song zu schreiben.
Mesquito: Für das neue Album werden wir sicher ein paar Künstler kontaktieren, die mit uns eventuell einen Song machen.
Was sind die Ziele von Selladoor für die nächsten Jahre?
Rob-T:Wir möchten an das Hip-Hop Kemp in Tschechien fahren (lacht), das wäre schon nicht schlecht. Oder das Openair Frauenfeld wäre auch genial. Wir haben uns für dieses Jahr beworben, aber das Komitee bekommt pro Tag hunderte Bewerbungen, da wird es für uns als Newcomer sehr schwierig.
Mequisto: Für mich wäre grundsätzlich jedes Openair gut. Eine erneute Teilnahme am Royal Arena in Orpund wäre sicher toll, einfach das nächste Mal später am Abend, wenn es schon dunkel ist.
Wann und wo ist Euer nächstes Konzert?
Mequisto: Rob-T ist seit Januar daran Auftritte zu organisieren. Aber es steht noch nichts Konkretes fest. Es wäre schön, einmal ausserhalb des Kantons Bern aufzutreten, wie zum Beispiel im Kofmehl in Solothurn.
Rob-T: Wir gehen Mitte April nach England. Ich bin schon in Kontakt mit einem Produzenten aus Notthingham. Dort werden wir wahrscheinlich in einem Club auftreten. Den Flug haben wir schon mal gebucht. Jetzt hoffen wir, dass alles klappt.
Wo seht ihr Euch in fünf Jahren?
Rob-T: Auf jeden Fall werde ich noch Musik machen. Wahrscheinlich auch noch Rap, oder vielleicht auch Dubstep? Ich hoffe jedenfalls, dass wir bis dahin unser drittes oder sogar viertes Album heraus bringen konnten (lacht).
Mequisto: Ich hoffe, dass wir vielleicht schon schweizweit bekannt sind. Unser Ziel ist aber ganz klar, in ganz Europa bekannt zu werden. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 02.02.2012, 14:05 Uhr
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