Taubheit veränderte Beethovens Kompositionskunst
Aktualisiert am 21.12.2011 11 Kommentare
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Dies ist das Ergebnis einer Studie, die am Mittwoch im «British Medical Journal» veröffentlicht wurde. Die drei Autoren, Wissenschaftler am Institut für Stoffwechsel im niederländischen Leiden, nahmen Beethovens Streichkonzerte unter die Lupe.
Sie teilten sie in vier Perioden ein – von den frühen Kompositionen der Jahre 1798–1800 bis hin zu den Spätwerken des deutschen Musikers, die er von 1824 bis 1826 komponierte.
Zuletzt vermutlich völlig taub
Dabei zählten die Wissenschaftler Töne, die auf der Notenskala über G6 liegen, was einer Frequenz von 1,568 Hertz entspricht. Während es in den Frühwerken zahlreiche hohe Töne gab, wurden diese mit zunehmender Taubheit des Komponisten immer weniger. Beethoven klagte erstmals 1801 im Alter von 31 Jahren über Gehörverlust.
Ab 1812 mussten seine Gesprächspartner schreien, damit er sie hören konnte. 1818 begann er, mit schriftlichen Botschaften zu kommunizieren. In den letzten Jahren vor seinem Tod war er vermutlich völlig taub.
Rückkehr zu den Erfahrungen früherer Kompositionen
Mit zunehmendem Gehörverlust konnte Beethoven hohe Töne, die von den Musikern gespielt wurden, immer weniger hören. Er komponierte daher mehr mit Tönen im mittleren Frequenzbereich. Bei seinen letzten Werken verwendete er hingegen wieder häufig hohe Töne.
Weil er da bereits völlig taub gewesen sei, habe sich der Komponist nur noch auf sein inneres Ohr verlassen, vermuten die Autoren. So sei er allmählich wieder zu seiner verinnerlichten Musikwelt und den Erfahrungen der frühen Kompositionen zurückgekehrt. (sda)
Erstellt: 21.12.2011, 14:47 Uhr
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11 Kommentare
Auch die BaZ schreibt blind ab!
Was ist ein Streich-Konzert?
Sämtliche Artikel hierzu bis auf den des Deutschlandfunks haben den gleichen Wortlaut.
Erst der Besuch des Medical-Journals bestätigt die einfache Vermutung, dass es in dieser
Untersuchung um die Streichquartette handelt und nicht um nicht bis auf das eine existierende
Violinkonzerte.
Antworten
In einem Symphonieorchester spielen oder schon nur Geige führt zu einem Gehörschaden. Die Musik ist zu laut, mit der Zeit hört jeder Musiker immer schlechter oder wird beschenkt mit einem Tinnitus, was auf dasselbe herauskommt. Es ist also nicht nur Rockmusik, die dem Gehör schadet! Antworten
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