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Klappe – die allererste

Von Mathias Born. Aktualisiert am 20.12.2011

Videos aufnehmen und schneiden ist einfach geworden. Alles, was man dazu braucht, sind ein Smartphone oder eine Kamera sowie ein Internetzugang. Einige Tipps für den ersten Film.

1/4 Der Dreh: Moderne Smartphones machen heute erstaunlich gute Filme – und Foto- und Filmkameras sowieso. Beim Drehen sollte man unbedingt daran denken, von jeder Szene unterschiedliche Einstellungen zu machen.
Bild: lp

   

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Was liegt dieses Jahr wohl unter dem Christbaum? Den Prospekten der Elektronikhändler nach zu schliessen, kriegen viele Leute Kameras und Smartphones. Mit beiden kann man nicht nur fotografieren, sondern auch filmen. Weshalb nicht gleich loslegen? Die Feiern und die Ausflüge während der Festtage eignen sich gut für erste Versuche – oder für einen neuen Anlauf nach frustrierenden, früheren Filmereien.

Bis vor kurzem konnte Filmen tatsächlich unbefriedigend sein: Die Foto- und Smartphone-Kameras lieferten schlechte Bilder, gute Schnittsoftware war teuer und kompliziert, oft blieb man im Dateiformatdschungel stecken, und ohne potenten Rechner dauerte das Rendering des fast fertigen Films eine halbe Ewigkeit.

Das sind Tempi passati. Smartphones liefern heute akzeptable Videos, und Spiegelreflexapparate laufen sogar einigen Videokameras den Rang ab. Für den einfachen Videoschnitt braucht man nicht einmal mehr Software zu installieren. Auch das Problem mit den vielen Videoformaten ist nicht mehr so gravierend.

Besonders einfach ist der Videoschnitt mit Youtube. Für erste Schneideversuche und einfache Projekte ist der kostenlose Editor der Onlinevideoplattform ausreichend. Da man ausser einem Smartphone oder einer Kamera mit Filmfunktion, einem schnellen Internetzugang und einem kostenlosen Youtube-Konto nichts braucht, konzentrieren wir uns darauf. Zudem funktioniert dieser Weg unabhängig vom eingesetzten Betriebssystem. Wer mehr Möglichkeiten braucht oder die Clips nicht Youtube und damit Google anvertrauen will, kommt aber nicht darum herum, spezialisierte Software zu installieren – das kostenlose, jedoch etwas komplizierte Cinelerra oder den einfachen Movie-Maker von Microsoft etwa, oder ein kostenpflichtiges Schnittprogramm.

Der Dreh: Von nah und fern

Das kleine Videoprojekt beginnt mit einem spontanen Dreh. Zuerst geht es darum, mit der neuen Kamera und den Einstellungen zu experimentieren. Am besten hält man jede Szene in verschiedenen Kadragen fest – etwa in einer Totalen oder Halbtotalen und einer Naheinstellung oder Detailaufnahme. Wenn es sich anbietet, kann man es auch mit einem Kameraschwenk probieren.

Der Upload: Clips aufs Netz

Nach dem Dreh werden die Clips auf die Onlineplattform Youtube geladen. Wer mit dem Smartphone gedreht hat, lädt die Videos am einfachsten per Youtube-App auf die Youtube-Server. Achtung: Videodateien können sehr gross sein. Deshalb erledigt man den Upload am besten im WLAN und nicht übers Mobilfunknetz. Wurden die Clips mit einer Foto- oder Videokamera gedreht, überträgt man sie auf den Computer und benutzt die Upload-Möglichkeiten auf der Youtube-Website.

Der Schnitt: Schön rhythmisch

Die Clips werden nun mit dem Video-Editor von Youtube in der richtigen Reihenfolge auf die Videospur gezogen. Dann kümmert man sich um den Ton: Youtube stellt im mit Noten gekennzeichneten Tab eine grössere Anzahl an Musikstücken zur Verfügung, die verwendet werden dürfen. Leider ist es noch zu umständlich, eigene Musik oder eigene Kommentare zu integrieren.

Dann beginnt das Schneiden und Trimmen: Man klickt auf das Scherensymbol und bestimmt, welcher Teil des Clips im Film enthalten sein soll. Am besten achtet man beim sogenannten Trimmen bereits auf die Musik, sodass Bild und Ton im Film dann gut zusammenspielen.

Youtube bietet auch Effekte zur Verbesserung der Clips an: So können die Helligkeit und der Kontrast mit einem Regler korrigiert werden. Per Klick lassen sich aus Farb- Schwarzweissfilme machen. Und wer beim Dreh kein Stativ benutzt hat, kann nachträglich die Stabilisierungsfunktion zu Hilfe nehmen.

Youtube fügt standardmässig zwischen den einzelnen Clips harte Schnitte ein. Das macht in den meisten Fällen Sinn. Wer Überblendungen oder sogar ungewöhnlichere Übergänge will, platziert die gewünschten Effekte zwischen den einzelnen Clips.

Der Teilet: Ein Film für Freunde

Ist das Werk fertig, kann es auf Youtube veröffentlicht werden. Entweder macht man es für jedermann zugänglich – auch für Unbekannte, die via Suche darauf stossen. Oder aber: Man verbietet der Suchmaschine, das Werk zu indexieren, und verschickt den kryptischen Link an ausgewählte Personen. Diese werden Augen machen... (Berner Zeitung)

Erstellt: 20.12.2011, 08:21 Uhr

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