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83 Überstunden pro Monat bei Apple-Zulieferer

Aktualisiert am 09.10.2010

Laut einer neuen Studie beutet der Elektronik-Hersteller Foxconn seine Mitarbeiter systematisch aus.

Warum mein Sohn? Ma Zishan trauert in Shenzen um Foxconn-Arbeiter Ma Xiangqian, der Selbstmord begangen hat. Seit Jahresbeginn hatten in mehreren chinesischen Werken des weltgrössten Elektronikherstellers 13 Arbeiter Suizid begangen.

Warum mein Sohn? Ma Zishan trauert in Shenzen um Foxconn-Arbeiter Ma Xiangqian, der Selbstmord begangen hat. Seit Jahresbeginn hatten in mehreren chinesischen Werken des weltgrössten Elektronikherstellers 13 Arbeiter Suizid begangen.
Bild: Keystone

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Foxconn zwinge seine Mitarbeiter zu Überstunden und nutze seine Praktikanten aus, berichtete die Wirtschaftszeitung «China Business News» am Freitag unter Berufung auf eine Befragung von Foxconn- Mitarbeitern. Die Arbeiter in den chinesischen Fabriken leisten demnach im Schnitt 83,2 Überstunden im Monat, mehr als doppelt so viele wie gesetzlich erlaubt.

Die im Rahmen der Studie befragten Arbeiter warfen Foxconn demnach vor, geleistete Überstunden nicht angemessen zu bezahlen und studentische Praktikanten zu zwingen, mehr als die gesetzlichen acht Stunden zu arbeiten. Zudem verordne Foxconn unangebrachte medizinische Vorsorgeuntersuchungen für die Angestellten, die dabei schädlichen Substanzen ausgesetzt seien.

1700 Arbeiter befragt

Foxconn, einer der wichtigen Zulieferer für den iPhone-Hersteller Apple, (AAPL 554.19 4.49%) äusserte sich zunächst AFP gegenüber nicht zu der Studie. Für die Erhebung befragten demnach Forscher von mehr als zehn chinesische Universitäten über 1700 Arbeiter in Foxconn-Fabriken in neun Städten der Volksrepublik. Wann die Befragung stattfand, ging aus dem Bericht nicht hervor.

Seit Jahresbeginn hatten in mehreren chinesischen Werken des weltgrössten Elektronikherstellers 13 Arbeiter Selbstmord begangen, allein zehn davon im Werk in der Sonderwirtschaftszone Shenzhen.

Produktion nach Zentralchina verlagern

Arbeitsrechtsorganisationen hatten für die Suizide unter den Foxconn-Beschäftigten schlechte Arbeitsbedingungen bei niedrigen Löhnen verantwortlich gemacht. Foxconn kündigte daraufhin an, die Löhne in Shenzhen um knapp 70 Prozent anzuheben, will aber einen Teil seiner Produktion nach Zentralchina verlagern, weil dort das Lohnniveau erheblich niedriger ist. (sda)

Erstellt: 09.10.2010, 13:34 Uhr

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