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Audi leuchtet organisch

Von Thomas Borowski . Aktualisiert am 13.12.2011

Die Audi-Zukunft hat begonnen: Der «Tages-Anzeiger» nahm zwei futuristische Entwicklungen der Audi-Ingenieure unter die Lupe.

Audi leuchtet die Zukunft mit einem «organischen» Licht – dem OLED (organic light emitting diode) – aus.

Audi leuchtet die Zukunft mit einem «organischen» Licht – dem OLED (organic light emitting diode) – aus.
Bild: Audi

«Park-Paula» parkt auf Knopfdruck ein. (Bild: Audi)

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So sieht also die Technologiezukunft bei Audi aus. Auf einem riesigen Parkplatz unweit des Münchner Flughafens erlaubt der Premiumhersteller an einem kalten Novembertag einen Einblick in die bisher geheim gehaltenen Erfindungen der Entwicklungsabteilung. Überraschend junge Audi-Ingenieure demonstrieren den Pressevertretern die Resultate ihrer zukunftsgerichteten und verblüffenden Arbeit.

Denn bald wird ein Audi beim Türöffnen, beim rückwärts Ausparken oder an der Kreuzung automatisch vor herannahenden Fahrzeugen warnen. Und er wird bei drohenden Kollisionen in Millisekunden die Aufprallheftigkeit berechnen und die Sicherheitssysteme entsprechend justieren. Oder er wird sein Licht wie von Geisterhand um entgegenkommende Fahrzeuge schweifen lassen und mit laserbestückten Heckleuchten noch so dichten Nebel durchdringen. «All diese Assistenzsysteme sollen dem Fahren im Audi zukünftig noch mehr Komfort und Sicherheit verleihen», erklärt Entwicklungsleiter Alejandro Vukotich. «Denn 90 Prozent aller Unfälle, die sich im Strassenverkehr ereignen, gehen auf menschliches Fehlverhalten zurück».

«Park Paula» parkt selber ein

Einige dieser ausgeklügelten Systeme stehen kurz vor der Markteinführung, andere dürften noch mehrere Jahre bis zur Ausreifung brauchen. Dass bei aller Konzentration auf Sicherheit und Komfort auch die spielerische Komponente nicht zu kurz kommt, beweisen an diesem Tag die «Park-Paula» und das «OLED».

Der von seinen Entwicklern liebevoll Park-Paula genannte Parkpilot ist aus der Idee entstanden, sich zukünftig in engen Parklücken und Einstellboxen nicht mehr aus dem Auto zwängen zu müssen. Die Lösung des Problems: Man lässt den Audi einfach vor der Parklücke mit laufendem Motor stehen, steigt entspannt aus und drückt auf einen Knopf am Zündschlüssel. Dann legt das Auto den Gang selbständig ein, misst die Parklücke aus und rollt in die Parkposition, stellt den Motor ab und schliesst offene Fenster und Türen automatisch.

Das funktioniert bereits tadellos, mit einem für den Versuchszweck weiterentwickelten A7 Sportback aus der Serienproduktion. Ein halbes Jahr habe die Programmierarbeit bisher gedauert, erklären die zuständigen Daniel Düsentriebe von Audi. Der Parkpilot basiert auf dem Bordcomputer und Ultraschallsensoren, die für die Abstandwarnsysteme im Front- und Heckstossfänger verbaut sind. Deren Daten werden über das Steuergerät an die Schaltung und Lenkung des Fahrzeugs gesendet und erlauben dem Bordcomputer, den A7 präzise zu parkieren. «Das System funktioniert in Parklücken mit rundum mindestens 10 Zentimeter Abstand zur Garagenwand oder dem nächsten Auto», erklären die Ingenieure mit Stolz. Und weil sie erst ein halbes Jahr an ihrer Tüftelei arbeiten, sieht man ihrer Park-Paula auch nach, dass sie beim Parkmanöver je nach Ausgangsposition mehrere Male hin und her rangiert, bevor sie den A7 in die Parklücke zwängt.

Lichtshow am Heck

Noch deutlich mehr Science-Fiction-Feeling kommt bei OLED («organic light emitting diode») auf. Der organische OLED-Stoff wird im Forschungslabor in Pastenform auf ein Display aufgetragen, das am Heck des Zukunfts-Audi als Rückleuchte funktioniert. Ist die Paste gehärtet, reagiert sie auf unterschiedliche elektrische Spannung und beginnt zu leuchten. In der Dunkelkammer wirkt dieses Licht dann wie ein Schwarm fluoreszierender Fische, die je nach Fahrmanöver und Bewegung des Audi als rote, orange und weisse Punkte über die Leuchtfläche flimmern und dabei die verschiedenen Funktionen der Rücklichter übernehmen. Faszinierend zu beobachten – und ein Hinweis darauf, dass die Zukunft bei Audi schon längst begonnen hat. d

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Doris Leuthard216
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(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 04.12.2011, 12:04 Uhr

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