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PR-Warm-up für den M5

Von Thomas Geiger. Aktualisiert am 06.04.2011

Bevor die Krönung der 5er-Reihe ihre offizielle Weltpremiere im Herbst feiert, zeigen die Münchner den M5 Concept.

Heckansicht: Die vier Endrohre des BMW M5 werden wohl die meisten Autofahrer zu sehen bekommen.

Heckansicht: Die vier Endrohre des BMW M5 werden wohl die meisten Autofahrer zu sehen bekommen.
Bild: BMW

(Bild: BMW)

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2011 wird für die M GmbH eine schwere Durststrecke: Zwar gönnt sich die sportliche BMW-Sparte in ein paar Wochen mit dem 1er-M-Coupé ein neues Einstiegsmodell. Doch alle wichtigen Stützen des Geschäfts haben in diesem Jahr keine grosse Tragkraft mehr: Der aktuelle M3 geht in die letzte Runde, und M5 und M6 sind bereits eingestellt. Kein Wunder also, dass die Sportler ihre wenigen Neuheiten in diesem Jahr etwas gründlicher ausschlachten und schon sehr früh die Werbetrommel rühren – vor allem beim M5.

Obwohl die sportliche Krönung der 5er-Reihe ihre offizielle Weltpremiere erst im September auf der IAA in Frankfurt feiert und wohl nicht vor Oktober auf die Strasse kommt, steht schon in zwei Wochen auf der Motorshow in Shanghai eine seriennahe Studie der Sportlimousine. Und damit die nicht im chinesischen Messezirkus untergeht, hat BMW (BMW 66.53 0.54%) schon jetzt die ersten Fotos veröffentlicht.

Ein Heck als Statement

Sie zeigen einen bayerischen Athleten, wie er im Buche steht: stramm und sportlich, muskulös und mächtig. Die Frontpartie ist weit aufgerissen, damit Motor und Bremsen genügend Luft bekommen. Die Haube ist etwas stärker gewölbt wie die Brust eines Kampfschwimmers, und die weiter ausgestellten Kotflügel tragen die klassischen M-Kiemen, um die nun ein feiner Chromrahmen gelegt worden ist.

Am sportlichsten wirkt der M5 aber aus der Perspektive, aus der ihn die meisten Verkehrsteilnehmer sehen werden: von hinten. Dort zeigt der Konkurrenz neben einer kleinen Spoilerkante auf dem Heckdeckel und dem Diffussoreinsatz in der Frontschürze vier armdicke Endrohre, deren Symbolkraft – im «positiven» wie im negativen Sinne – einem ausgestreckten Mittelfinger in nichts nachstehen.

Was man auf den ersten Fotos noch nicht sehen kann, ist das sportliche Interieur, um das die Bayern bis zur IAA noch ein Geheimnis machen. Aber es braucht nicht viel Fantasie, um sich Sitze mit höheren Seitenwangen, ein griffiges Sportlenkrad, viel Zierrat aus Karbon und neue Instrumente mit einem Tacho bis 350 km/h vorzustellen.

25 bis 30 Prozent sparsamer

Ebenfalls noch streng geheim sind die Eckdaten des Motors. Dass es keinen 10-Zylinder mit 5 Liter Hubraum und 507 PS mehr werden würde, das hatten die Bayern schon im letzten Herbst verraten. Und dass stattdessen der V8-Motor mit Doppelturbo aus dem X6 M die erste Wahl ist, war ein offenes und ist jetzt ein bestätigtes Geheimnis. Aber wie viel der 4,4 Liter grosse 8-Zylinder leisten wird, das wollen die M-Macher noch nicht verraten. «Natürlich nicht weniger als in unseren anderen Modellen», sagt M-Chef Kay Segler mit Blick auf die 555 PS in X5 und X6. Aber viel mehr werde es wohl auch nicht sein, ergänzt Pressesprecher Stefan Behr: «Wir wollen uns nicht an einem Wettrüsten mit der Konkurrenz beteiligen.»

Mindestens genauso wichtig wie Leistung und Drehmoment scheint den Bayern neuerdings der Verbrauch. Ihren Slogan Efficient Dynamics nehmen sie darum wörtlich: Für die Effizienz steht ein Verbrauch, der gegenüber dem Vorgänger um 25 bis 30 Prozent sinken soll. Dafür wechseln sie nicht nur zum Turbo und sparen zwei Zylinder ein, sondern spendieren dem M5 zudem erstmals eine Start-Stopp-Automatik und dazu auch noch ein Getriebe mit Doppelkupplung.

M6 Cabrio geht in Stellung

Er sieht gut aus, wird sich toll fahren und passt mit seinem deutlich reduzierten Verbrauch sogar halbwegs in die Zeit. Das sind für M-Chef Segler doch ganz ordentliche Perspektiven am Ende der Durststrecke. Aber allein auf den M5 will er sich dabei lieber nicht verlassen. Während er für einen kleinen Kreis von Journalisten kurz vor der Messepremiere in Shanghai schon mal schnell das Tuch von der Limousine zieht, röhrt draussen vor der M-Fabrik in Garching bereits ein noch wild verklebtes M6 Cabrio, das eigentlich noch viel geheimer sein sollte und erst 2012 auf den Markt kommt – was für ein Zufall. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 06.04.2011, 07:24 Uhr

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