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Alte Autos werden aus Paris verbannt

Aktualisiert am 06.04.2011 24 Kommentare

Wagen, die vor 1997 gebaut wurden, dürfen künftig in verschiedenen Städten Frankreichs nicht mehr gefahren werden. Bald sollen sie ganz von den Strassen verschwinden.

Darf künftig hier nicht mehr fahren: Citroen 2CV am Place de la Conocorde im August 2010.

Darf künftig hier nicht mehr fahren: Citroen 2CV am Place de la Conocorde im August 2010.

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Frankreich verbannt ab dem kommenden Jahr besonders umweltschädliche Autos aus einigen Stadtzentren. Umweltministerin Nathalie Kosciusko-Morizet kündigte heute an, dass in acht französischen Metropolen Umweltzonen eingeführt würden, um den krebserregenden Feinstaub zu reduzieren. So sollen Fahrzeuge, die vor 1997 gebaut wurden, nicht mehr in die Zentren von beispielsweise Paris, Bordeaux, Lyon, Marseille und Nizza fahren dürfen. Betroffen sind rund zehn Millionen Wagen und Motorräder. «Langfristig wollen wir diese Umweltzonen auf ganz Frankreich ausweiten», kündigte die Ministerin an.

Frankreich ist dennoch ein europäischer Nachzügler: Deutschland hatte schon 2007 Umweltzonen eingeführt, bis heute dämmen laut Bundesumweltamt 45 Städte den Feinstaub in ihren Zentren ein. Auch England, Dänemark, Italien, die Niederlande, Tschechien, Ungarn und Österreich haben Fahrzeuge, die besonders viele Schadstoffe ausstossen, bereits aus ihren Grossstädten verbannt.

Seit Juni 2008 gibt es eine europäische Luftqualitätsrichtlinie, die die Mitgliedsländer zum Handeln zwingt. Untersuchungen der Weltgesundheitsorganisation zeigen, dass mit Feinstaub belastete Luft die durchschnittliche Lebenserwartung in Europa um etwa zehn Monate verkürzt. Auch das Bundesumweltamt zählt die winzigen Partikel zu den Luftverunreinigungen mit den grössten Auswirkungen auf die Gesundheit.

(oku/dapd)

Erstellt: 06.04.2011, 13:01 Uhr

24

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24 Kommentare

daniel keller

06.04.2011, 13:26 Uhr
Melden 39 Empfehlung

Eine höchst fragwürdige Methode. Es nützt vorallem der Wirtschaft, wenn die Lebensdauer von Autos mit solchen Zwangsmethoden ständig verkürzt wird. Das ist von Behördern geförderte und verordnete Wegwerfmentalität. Damit wird für den Umweltschutz nichts getan. Im Gegenteil. Antworten


gottlob traichel

06.04.2011, 14:44 Uhr
Melden 26 Empfehlung

Das kommt einer Enteignung gleich und ist nicht nur unsozial sondern auch grundlos - siehe die Studien des ADAC hierzu. Es geht um die Ankurbelung der Autoindustrie und darum, umweltpolitischen Aktionismus zu entfalten. Letztlich ist es eine Demo der Staatsmacht über das Individuum. Antworten



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