Ausland
Eine Generation am Abgrund
Aktualisiert am 28.01.2012 36 Kommentare
Artikel zum Thema
- Fitch stuft fĂĽnf Staaten der Eurozone herab
- Spanien folgt Sanierungsplan von Portugal
- Spanien stoppt Privatisierung von Flughäfen
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Die Arbeitslosigkeit in Spanien nimmt immer dramatischere Formen an: Mehr als jeder zweite junge Spanier ist ohne Arbeit, wie die nationale Statistikbehörde am Freitag mitteilte. 51,4 Prozent der Spanier unter 25 Jahren haben demnach keinen Job.
Ende September lag die Arbeitslosenquote in dieser Altersgruppe noch bei 45,8 Prozent. Insgesamt sind in Spanien knapp 5,3 Millionen Menschen ohne Arbeit. Die Arbeitslosenquote lag Ende 2011 bei 22,85 Prozent und damit so hoch wie zuletzt Anfang 1995, wie die Statistiker weiter mitteilten.
Im dritten Quartal 2011 waren 4,978 Millionen Arbeitslose gezählt worden, eine Quote von 21,52 Prozent. Auch die Zahl der Haushalte, in denen alle Angehörigen arbeitslos sind, stieg weiter auf nun 1,575 Millionen.
Arbeitslosigkeit seit 2007 verdreifacht
Seit ihrem niedrigsten Stand von 7,95 Prozent im Jahr 2007 hat sich die Arbeitslosenquote in Spanien damit fast verdreifacht. Die spanische Zentralbank, die Europäische Union und der Internationale Währungsfonds sind zunehmend besorgt angesichts der Arbeitslosenzahlen in Spanien und drängen die neue Regierung des Konservativen Mariano Rajoy zu Arbeitsmarktreformen.
Die spanische Regierung hat derweil einen Gesetzentwurf zur Begrenzung des Schuldenstands der 17 Regionen des Landes gebilligt. Die Regionen würden verpflichtet, spätestens ab dem Jahr 2020 einen ausgeglichenen oder einen Überschusshaushalt vorzulegen, sagte Finanzminister Cristóbal Montoro nach einer Kabinettssitzung in der Hauptstadt Madrid. Sonst drohten Strafzahlungen von 0,2 Prozent der jeweiligen Wirtschaftsleistung.
Ziel der neuen Regierung unter Ministerpräsident Mariano Rajoy sei es, «bei unseren Investoren einen soliden Ruf zurückzuerlangen», sagte Montoro. Spaniens Regionen mit ihren umfangreichen sozial- und bildungspolitischen Aufgaben kämpfen seit dem Platzen der Immobilienblase im Jahr 2008 mit hohen Schulden. Das vergangene Jahr dürften sie mit einem Gesamtdefizit von bis zu 2,4 Prozent des gesamtstaatlichen Bruttoinlandsprodukts (BIP) abgeschlossen haben, obwohl Madrid einen Wert von 1,3 Prozent vorgegeben hatte.
Auch Fitch stuft Spanien ab
Spanien will seinen Schuldenstand bis zum Jahr 2020 auf 60 Prozent des BIP drĂĽcken. Dann sollen auch alle Haushalte mindestens ausgeglichen sein. Eine Schuldenbremse hatte das Land im vergangenen September in die Verfassung ausgenommen. Auf gesamtstaatlicher Ebene dĂĽrfte das Defizit Ende 2011 etwa acht Prozent betragen haben.
Am Freitag stufte zudem eine weitere Ratingagentur die Kreditwürdigkeit des Landes ab. Die Bonitätswächter von Fitch senkten das langfristige Emittentenrating (IDR) für Italien, Spanien, Belgien, Zypern und Slowenien. Die Bewertung für Irland wurde nicht angetastet. Für alle Länder bewertet Fitch den Ausblick mit negativ.
(mrs/sda)
Erstellt: 27.01.2012, 23:28 Uhr
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36 Kommentare
Wenn ein Land eine grossteils ungebildete Bevölkerung hat, dazu noch ungebildete Einwanderer in Massen, dann kann diese Bevölkerung im Zeitalter der Automatisierung und Computerisierung immer weniger beschäftigt werden. So lange die Südländer ihre Währungen nicht abwerten können um konkurrenzfähiger zu werden und ihre Schulden weginflationieren können wird es keinen Ausweg geben. Euro sei Dank. Antworten
Wieso eigentlich gibt es denn immer noch eine gewaltige Zuwanderung nach Spanien von legalen und illegalen Arbeitern? Egal ob zum Erdbeerpflücken oder auf dem Bau, wenn so viele Spanier keine Arbeit haben, ist doch etwas faul! Oder sind am Ende die staatlichen Leistungen zu grosszügig, werden ohne jegliche Verpflichtungen der Bezüger gewährt...? Antworten
Mittlerweile ist Spanien zum Auswandererland geworden, d.h. negativer Wanderungssaldo sowohl der Nicht-Spanier wie der Spanier.
Herr Meister, deswegen ist der Hass gegen Nord-Afrikaner hier (Spanien) auch so gross.Die nehmen Arbeit weg gegen Hungerlöhneund da kann auch die Regierung nicht viel unternehmen, weil täglich Boote mit Flüchtlinge ankommen, wir das Problem immer grösser
Eine Generation am Abgrund
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und sie kann sich dafĂĽr bedanken bei der EU- dem EU Personal.
EU --"ELITEN IM UNERGANG".
Hier haben sich die geistigen Tiefflieger zusammen gefunden,
Das Wunder der neuen Weltordnung zu vollbringen.
Dazu wird alles getan, was erforderlich ist.
Das große "Abräumen" kommt erst noch- bevor der "neue Aufbau" beginnt.
Das ist alles.
Antworten
Ein 'revolutionaerer' Vorschlag: Wir machen die freie Marktwirtschaft rueckgaengig. Wir verbieten den Import aus China. Wir produzieren was wir benoetigen in Europa. Was nuetzen uns 'billige Importe', wenn wir sie uns nicht leisten koennen, da wir arbeitslos sind? Besser ein Gehalt zu beziehen, so dass wir etwas teuerere lokal produzierte Artikel kaufen koennen! Antworten
Es ist nicht nur Chinas Schuld :-).
1. Durch Arbeitsmarktöffnungen ist der Konkurrenz einfach größer geworden
2. Massenzuwanderung von unausgebildeteten Massen (nicht sehr produktiv, arm und brauchen Sozialleistungen)
3. Der staatlicher Sektor ist einfach viel größer geworden und verschlingt immensviel Geld. Das alles braucht VIEL höhere Steuern --> drückt brutal auf die Wirtschaft
50-er Jahre: die "Amerikanische Herausforderung". 60-er Jahre: die "Japanische Herausforderung". Europa gibts immer noch! Die Wirtschaft hat sich - von einigen Krisen abgesehen - weiter entwickelt. Aber die Staaten sind im Schuldensumpf gelandet. Allen voran die EU-Staaten. Statt die Lage der Völker zu verbessern, haben die diäten-genährten Politiker eine "Verarmungsmaschine" produziert. Antworten
Kommentarschreiber fordern reflexartig staatliche Impuls- und Arbeitsprogramme und damit letztlich höhere Steuern, um die Schuldenwirtschaft zu finanzieren. Wie wäre es mit einer Flexibilisierung des Arbeitsmarkts, mit einer Verkleinerung des Staatsapparats und mit Rahmenbedingungen, die das Unternehmertum nicht ersticken? Antworten
Der Arbeitsmarkt ist bereits flexibel genug. Noch flexibler hiesse die Sklaverei wieder einzuführen. Der Staatsapparat erstickt auch nicht das Unternehmertum, das ist ein neoliberales Märchen. Die Unternehmen scheitern, weil die Konsumenten keine Geld mehr haben um zu konsumieren. Die Leute brauchen ein geregeltes Einkommen und dann funktioniert die Wirtschaft auch wieder.
Eine Möglichkeit zum Überlegen wäre öffentliche Gartenanlagen wo die Arbeitslosen Gemüse anbauen könnten. Gibt natürlich viele andere Probleme aber könnte eine kleine Hilfe sein. Die Wirtschaft braucht nicht so viele Menschen um zu Produzieren was wir verzehren. Bin kein Ökonom aber würde schätzen dass für jeden zusäztlichen Mensch nur ein 3/4 Mensch gebraucht wird. Antworten
@Peter. In der Zeit ab 1955 bis etwa 1990 hat sich die Produktivität eines Arbeitnehmers um etwa vervierfacht. Das knn man auch an den Preisen ablesen! Ein Laptop das 1990 8000.- Fr. gekostet hat, hatte ein100% der heutigen Laptop das 1000.- Fr kostet. Die fast Roboter haben uns fest im Griff und wir sind süchtig danach.
die sozialistische partei hat das land (... ein weiteres mal) an den abgrund gebracht, die regierende partido popular wird das land wie 1996-2000 (... ein weiteres mal) wieder aus der krise herausholen. ein wenig geduld bitte, el partido popular regiert erst seit einem monat. Antworten
Ist das nicht etwas zu einfach gesehen Herr Scheurer ? Schön wär es ja, aber ich fĂĽrchte, das wird diesmal nicht so einfach sein, weil nämlich die internationale Wirtschaftskrise da wohl auch einen Einfluss hat. Spaniens Schicksal wird ĂĽbrigens immer noch von der (unsichtbaren) Hand der Opus DeĂ-Sekte gesteuert, vor allem die Justiz hat diese in der Schweiz verbotene Organisation voll in der Hand.
Schöne, einfache Weltsicht...
Spanien war das neoliberale Vorzeigeland schlechthin. Diese Wirtschaftspolitik wurde noch unter Anznar (PP) eingeleitet. Als die PSOE an die Macht kam, war der Zenit dieser Politik bereits ĂĽberschritten. Die PSOE hat den Schlamassel nur geerbt, aber nicht verursacht.
Alle Meldungen der letzte Tage gipfelt in der Herabstufung aus der Schaltzentrale des Kapitalismus, ohne zu berücksichtigen was für Auswirkungen dies für die Bürger hat! Es wäre ja schön, wenn es sich dabei wirklich NUR um eine Finanzkriese handeln würde. In Wirklichkeit erleben wir das drastische Implodieren des Kapitalimus! Gewisse Kreise lernen nie aus der Vergangenheit! Antworten
@bossert: wollen Sie im ernst behaupten dass der kapitalismus allgemein, z.b. der US kapitalismus, weniger brutal ist wie der "EU kapitalismus", was immer das denn auch sein mag? Der heimat schlechthin vom kapitalismus hat die krise verursacht und steckt auch selbst noch tief im sumpf.
Ja der kommunismus hat nicht funktioniert. Der kapitalismus aber offensichtlich auch nicht...
Stimmt, Sie sind einer derjenigen die nicht lernt. Denn Kapitalismus ist es nicht der hier versagt, schon eher Sozialismus und zentrale Wirtschaftsplanung. Denn was uns einholt ist die Krankheit des unlimitierten Gelddruckens und Leben auf Pump. Die Arbeitslosen resultieren aus einer fehlalloziierten Wirtschaft, da zentrales Gelddrucken kapitalistische Bereinigungsmechanismen ausser Kraft setzte.
Wäre Ihnen ein "implodierender Sozialismus" wie unlängst die UDSSR lieber?Zeigt nicht gerade das Beispiel Spanien, dass der EU- Kapitalismus noch eine Spur brutaler ist, als der Kapitalismus allgemein?Ein Land befiehlt, die anderen kuschen oder bezahlen noch Bussen trotz, oder gerade wegen den Schulden. Dabei müssten sie eigentlich Schulden machen um die Leute zu beschäftigen! Ausweglos.
1. Platzen der Kreditblase (2008)
2. Finanzkrise (2008/09)
3. Staats-Ueberschuldung (im Gange)
4. Währungskrise (im Gange)
5. Soziale Unruhen (am Anfang)
6. Politische Veraenderung (wird kommen)
7. Handelskriege (wird kommen)
8. Bewaffnete Kriege (hoffentlich nie
Antworten
...und es gibt immer noch solche, die Millionen "verdienen". Und Banken und Banker werden gehätschelt und gerettet. Auf Kosten der Menschen und des Staates. Man darf und muss sich fragen wie das endet. Denn es kann und darf nicht so weitergehen. Ich wünsch mir die Occupy-Bewegung erwacht wieder zum Leben. Und mit ihr viele Menschen, die sich von "Volchs"-Politikern nicht einlullen lassen. Antworten
Für die spanischen Arbeitnehmer ist das eine Katastrophe - wie auch für die Gesellschaft insgesamt. Man halte sich nur die stolze, spanische Mentalität vor Augen. Aber ein Staat der Pleite ist, kann nun mal keine Impulsprogramme mehr starten - das wäre eigentlich Aufgabe der Wirtschaft. Sonst wird die Abhängigkeit vom staatlichen Futtertrog ja nochmals zementiert. Antworten
Die stolze spanische Mentalität ist Teil des Problems, ein ziemlich grosser Teil sogar.
@Manz, meiner Meinung nach sollten die Koenigsheuser/Royal's umgehend abgeschaft/verboten werden, und die Gelder/laendereien aufteilen unter dem Steuerzahler. Man kann es nicht mehr hoehren-Pippas Kleid, Pippa dies Pippa das.....
Dem Koenig geht es gut und er laesst gruessen von Davos oder St. Moritz.
Erklären Sie das mal Frau Merkel und Konsorten...
Man darf nicht vergessen, dass die Sozialisten das Land in diese Situation gebracht haben und dass die konservative Regierung demokratisch gewählt wurde. Aber: Unter einer grossen Koalition hätten die harten Problemlösungen wohl mehr politischen Rückhalt.
Ja Herr Amrein :mit der Hinterlassenschaft der linken Vorgängerregierung
ist das doch klar.
weiss zwar nicht was die leute (politiker) rauchen,trinken aber ....hallo wunschdenken? dies ist ein kleiner vrgeschmack auf das was in den folgenden jahren sich in europa akzentuiert. welche wirtschaft soll den angekurbelt werden? da giebts nix, allesamt verlagert nach asien. da kannst dich tot-sparen soviel du willst, der zug ist abgefahren. fĂĽr investoren ist europa nicht mehr sicher Antworten
Ich muss Ihnen recht geben. Und es kommt noch schlimmer. Schauen Sie mal, welche Forderungen von Gewerkschaften und Linken in der CH anstehen: 6 Wochen Ferien und 4'000.-- Mindestlohn. So geraten wir noch schneller ins Abseits. Unterdessen chrampfen sie in Asien wie verrückt, um vorwärts zu kommen. Man kann davon halten, was man will, aber es ist eine Tatsache.
Die Kirchen sollten den jungen Menschen helfen, in Spanien sind die reich
und besitzen viel, denke da an Toledo
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