«Afghanen sind sehr freundlich»
Von Sandra Floreano. Aktualisiert am 12.10.2011
Selbstporträt von Kamran Jebreili vor dem russischen Kulturzentrum in Kabul
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Der iranische Fotograf Kamran Jebreili fotografierte neben dem politischen Pflichtstoff auch das tägliche Leben der kleinen Leute. Da Jebreili Farsi spricht, das dem afghanischen Dari sehr ähnlich ist, kann er sich problemlos mit den Menschen unterhalten. Zusätzlich hilft ihm, dass die iranische und afghanische Kultur eng miteinander verwandt sind, waren die beiden Länder doch jahrhundertelang unter dem Namen Chorasan vereint und von 749-1258 das Zentrum der Blütezeit des Islam.
Fotografieren in Kabul ist leicht: «Afghanen sind normalerweise sehr freundlich und kommen mit offenen Armen auf dich zu» sagt Kamran Jebreili. Sie erzählen von ihrem Leben, aber auch von dem verstärkten Druck, den sie wegen des langen Konflikts spüren. Und seit dem letzten Anschlag auf die Amerikanische Botschaft und die Ermordung vom früheren Präsidenten Burhanuddin Rabbani, am 20. September 2011 ist eine erhöhte Spannung spürbar.
In Kabul herumzukommen ist problemlos, aber nicht alle Regionen in Afghanisten sind einfach zu bereisen. Der Süden und die Gebiete entlang der pakistanischen Grenze sind gefährlich. Demnächst ist sein Zeit in Afghanistan abgelaufen und Kamran Jebreili fährt zurück nach Dubai, wo er seit 1997 lebt.
(Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 12.10.2011, 11:57 Uhr
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